BYD-Aktie: Ein Lichtblick!

Die Aktie des chinesischen Autobauers BYD hat seit dem Wochenende wieder leicht zugelegt. Das könnte an Plänen der EU liegen, die jetzt bekannt wurden.

Auf einen Blick:
  • Die BYD-Aktie hat nach schlechtem Start ins Börsenjahr zuletzt wieder zugelegt
  • Die EU plant offenbar eine Abkehr von aktuellen Zusatzzöllen für chinesische Autos
  • Verbindliche Mindestimportpreise sollen künftig staatliche Subventionen ausgleichen
  • Für BYD wäre das ein Segen, der Hersteller leidet seit Monaten unter Überkapazitäten

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Aktie von BYD war denkbar schlecht ins neue Börsenjahr gestartet. Am ersten Handelstag in Frankfurt noch mit genau 11 Euro bewertet, ging es mit den Papieren des chinesischen Batterie- und Fahrzeugherstellers bis vor dem Wochenende auf 10,44 Euro zurück. Doch seit Montag hat sich die Lage aufgehellt, ging es doch immerhin auf 10,66 Euro aufwärts. Auch der Dienstag startete für die BYD-Aktie im Plus. Der mögliche Hintergrund: Ausgerechnet in Europa gibt es für den strauchelnden Autoriesen einen Lichtblick.

EU-Zölle für BYD & Co sollen gestrichen werden

Denn angesichts des Preiskampfes auf dem chinesischen Markt und immenser Überproduktion von Seiten BYD, wird für den Hersteller der Export seiner Elektroautos zu einem wichtigen Faktor. Bislang allerdings war der Hersteller, insbesondere in Europa, wenig erfolgreich, was auch an der, nun ja, ambitionierten Preispolitik liegt. Wer sich für das gleiche Geld einen VW ID3 kaufen kann, entscheidet sich offenbar in den seltensten Fällen für einen BYD Atto 3.

  • Doch künftig könnte sich an der Preisgestaltung der chinesischen Fahrzeuge etwas ändern
  • „EU will E-Auto-Zölle für Hersteller aus China streichen“, meldet das Handelsblatt am Morgen

Die EU-Kommission komme China im Streit um Elektroautos entgegen, heißt es in dem Bericht: „Statt hoher Ausgleichszölle sollen chinesische Anbieter ihre Fahrzeuge künftig zu einem festgelegten Mindestpreis in die EU liefern dürfen.“ Das sei einem Dokument zu entnehmen, das die Kommission am Montag veröffentlicht habe.

Künftig verbindliche Mindestimportpreise

Das Handelsblatt hatte nach eigenen Angaben bereits im April 2025 exklusiv über eine vertrauliche Vereinbarung zwischen EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und Chinas Handelsminister Wang Wentao berichtet, den Streit über die E-Autos mit einer Vereinbarung über Mindestpreise beizulegen. „Die EU beschuldigt China, seinen Unternehmen unzulässige Wettbewerbsvorteile auf dem Weltmarkt zu verschaffen, indem es sie staatlich subventioniert.“

Laut Der Aktionär können chinesische Hersteller dem Papier zufolge künftig Angebote einreichen, um Strafabgaben zu vermeiden. Kern seien die verbindlichen Mindestimportpreise, die den Effekt staatlicher Subventionen ausgleichen sollen. Die Leitlinien der EU-Kommission gingen jedoch „über Preisfragen hinaus“. Exporteure müssen demnach „ihre Vertriebswege offenlegen, mögliche Quersubventionierungen transparent machen und Angaben zu künftigen Investitionen innerhalb der EU liefern“, heißt es. Ökonomisch sei der Ansatz für Hersteller wie BYD „zentral“.

  • Statt Margen über Zölle an die EU abzuführen, verblieben die Gewinne bei den Unternehmen
  • „Das erhöht die Planbarkeit und verbessert die Rentabilität des Europageschäfts“, so der Bericht

BYD mit extrem hohen Lagerbeständen

Das wäre insbesondere für BYD bedeutend: Der Konzern hat spätestens seit Mitte 2025 mit Überkapazitäten zu kämpfen, weil der Elektroauto-Markt in China schwächer wächst als erwartet. So bleiben viele Fahrzeuge unverkauft und stauen sich in den Lagern – Händlerbestände liegen deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Als Reaktion hat BYD die Produktion in mehreren Werken gedrosselt, Nacht-Schichten gestrichen und neue Produktionslinien vorerst gestoppt. Das geplante BYD-Werk in Ungarn, das bereits Ende 2025 die Produktion aufnehmen sollte und somit die EU-Zölle umgehen, wird zudem erst später eröffnet werden.

BYD-Aktie schwächelt, Kursziele blieben hoch

Dies alles hatte Auswirkungen auf die Entwicklung der BYD-Aktie. Seit ihrem Höchststand im Mai 2025, ausgebildet bei 17,69 Euro, haben die Papiere rund 40 Prozent an Wert eingebüßt. Aktuell bewegen sich die Anteilscheine in etwa auf dem Niveau von vor einem Jahr.

Die Analysten sind insgesamt positiv gestimmt, dass BYD wieder in die Spur kommen wird. Laut aktien-guide liegt das durchschnittliche Kursziel für die Aktie bei umgerechnet 14,62 Euro, rund 35 Prozent über dem aktuellen Kurs.  31 Analysten empfehlen BYD demnach zum Kauf, einer rät zum Halten und zwei zum Verkauf.

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