Liebe Leserin, lieber Leser,
die Erholungsphase bei der Aktie von BYD scheint erst einmal vorbei. Nachdem die Papiere des chinesischen Batterie- und Fahrzeugherstellers aufgrund von sinkenden Absatzzahlen zum Monatsstart bis auf 11,20 US-Dollar eingeknickt waren, hatten sie sich am Donnerstag wieder auf 12,74 Dollar verbessert. Dann aber gab es eine Trendumkehr, letztlich ging die BYD-Aktie mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 12,42 Dollar aus dem Handel an der Nasdaq. Die grundsätzlich verbesserte Stimmung aber war wohl unter anderem einer neuen Analysteneinschätzung geschuldet – und einem Vorstoß gegen den Zoll-Irrsinn eines frei drehenden US-Präsidenten.
BYD Aktie Chart
BYD fordert Rückerstattung von US-Zöllen
Denn klaut Medienberichten hatte sich BYD zuletzt einer wachsenden Zahl von Unternehmen angeschlossen, die gegen die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Importzölle klagen. Die US-Tochtergesellschaften von BYD haben nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg Ende Januar Klage beim zuständigen Handelsgericht eingereicht und fordern die Rückerstattung gezahlter Zölle, wie etwa das Handelsblatt am Dienstag berichtete.
„Mehrere Regierungsanordnungen, auf denen die Zölle beruhen, seien rechtlich ungültig, argumentiert BYD“, so der Bericht. Damit sei auch die Erhebung der Abgaben unrechtmäßig.
- Eine grundlegende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA zu den Trump-Zöllen steht jedoch noch aus
- Nach Angaben von BYD sei die Klage notwendig geworden, „um die Chancen auf eine Rückerstattung zu wahren“
Chinesischer Autobauer in namhafter Gesellschaft
BYD sei der erste chinesische Autobauer, der gegen US-Zölle vorgeht, folge damit aber ähnlichen Beschwerden zahlreicher anderer Unternehmen mit Niederlassungen in den USA, wie Reuters berichtet. Konkret fechten die Kläger demnach Trumps Anwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zur Erhebung von Grenzzöllen an. Insgesamt haben laut Handelsblatt bereits mehr als 1.000 Unternehmen ähnliche Klagen eingereicht, darunter bekannte Konzerne wie Costco oder Goodyear.
BYD ist mit seinen Elektroautos in den USA nicht vertreten, produziert in den Staaten allerdings Elektrobusse und -lastwagen, zahlt nach eigenen Angaben in diesem Zusammenhang weiterhin „erhebliche“ Zölle auf importierte Materialien, so der Bericht. Ganz gleich, wie der Streit ausgehen wird: Dass BYD sich nun zur Wehr setzt, hat offenbar auch an den Aktienmärkten zu einer vorübergehenden Beruhigung geführt.
Absatzschwäche bei BYD hielt im Januar an
Dass der Monat mit einem heftigen Rücksetzer begonnen hatte, war nämlich klar auf die jüngsten Absatzzahlen zurückzuführen. Im Januar hatte der chinesische Markführer lediglich 210.051 Fahrzeuge verkauft, 30,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Es war bereits der fünfte Monat in Folge mit sinkenden Auslieferungszahlen im Jahresvergleich.
Das Unternehmen kämpft laut n-tv „mit externen Unsicherheiten und einem harten Preiskampf auf dem Heimatmarkt, wo Konkurrenten wie Geely und Leapmotor im Budget-Segment Druck machen“. Auch die Produktion wurde demnach gedrosselt und fiel um 29,1 Prozent. „Lichtblick blieb das Auslandsgeschäft mit 100.482 exportierten Autos im Januar“. Für das Gesamtjahr peilt BYD im Export demnach 1,3 Millionen Fahrzeugexporte an. Dies entspräche zwar einem Plus von 24 Prozent gegenüber 2025, liege jedoch unter den von BYD angestrebten bis zu 1,6 Millionen Exportautos.
Jeffries hob Kursziel für BYD-Aktie an
Dennoch machte die US-Investmentbank Jefferies den Anlegern in dieser Woche etwas Hoffnung: Sie hat BYD in ihrem Research-Update von „Sell“ auf „Hold” hochgestuft – und zugleich das Kursziel für die Aktie angehoben.
- Dieses liegt nun bei 105 Honkong-Dollar, was 13,43 US-Dollar entspricht
- Somit sehen die Analysten ein Kurspotenzial von immerhin acht Prozent
Jefferies gehe davon aus, dass die meisten negativen Faktoren bereits beim chinesischen Automobilhersteller eingepreist seien, heißt es bei den IT Timens. „Da China die Inzahlungnahme-Prämien („Trade-in Subsidies“) nun prozentual am Fahrzeugwert bemisst und die Schwellenwerte für Höchstsätze angehoben hat, verschiebt sich die Marktdynamik massiv zugunsten großer, profitabler Player“, so der Bericht.
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