Nach dem empfindlichen Rücksetzer auf ein neues Mehrjahrestief bei 8,11 Euro am Freitag (und anschließender leichter Erholung), geht der Niedergang der Aktie von BYD auch am Montagvormittag weiter. In Frankfurt stand bei den Papieren des chinesischen Autobauers nach den ersten Handelsstunden ein Minus von 1,1 Prozent auf 8,17 Euro. Damit hat die BYD-Aktie auf Jahressicht fast 40 Prozent an Wert eingebüßt. Dabei scheint die aktuelle Schwäche nicht nur hausgemacht.
BYD-Aktie fällt mit dem asiatischen Markt
Denn laut des Anlegerportals Ariva fielen am wichtigen Finanzplatz Hongkong die Kurse zuletzt immer weiter. „Der Leitindex Hang Seng gab um 1,8 Prozent nach und verzeichnete damit den achten Verlusttag in Folge“, so der Bericht. Besonders hart getroffen habe es neben Technologiewerten wie Alibaba und Baidu einmal mehr auch den E-Fahrzeughersteller BYD.
- In diesem Sinne wurde die ohnehin gebeutelte Aktie noch einmal durch den Gesamtmarkt belastet
- Doch einen erheblichen Teil der Kursverluste der letzten Monate hat BYD zweifellos selbst verschuldet
BYD sei auf dem Heimatmarkt Absatz- und Margenproblemen ausgesetzt, heißt es bei Ariva. „Die internationale Expansion kommt dank steigender Kundenakzeptanz und höherer Absatzzahlen zwar gut voran, aber nicht schnell genug, um die Verluste in China auszugleichen“, so der Bericht. Das lasse weiteren Verkaufsdruck auf die Aktie befürchten.
Tödlicher Unfall auf BYD-Baustelle in Ungarn
Was BYD zusätzlich unter Druck setzt, ist ein tödlicher Unfall: Auf der Baustelle des geplanten Werks im ungarischen Szeged sei erneut ein Arbeiter ums Leben gekommen, meldete finanzen.net Ende vergangener Woche. Es sei bereits der zweite Todesfall an diesem Standort innerhalb weniger Monate. Das europäische Projekt, mit dem EU-Zölle umgangen werden sollen, entwickelt sich immer mehr zum Desaster. Eigentlich sollten in Ungarn bereits seit Ende 2025 erste BYD-Fahrzeuge vom Band rollen, doch der Produktionsstart verzögerte sich immer weiter.
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