Der Ausverkauf bei der Aktie von BYD geht unvermindert weiter: Bereits am Mittwoch knickten die Papiere des chinesischen Autobauers in Frankfurt von zuvor 8,37 Euro auf 8,14 ein. Am Donnerstag im frühen Handel verlor die BYD-Aktie weitere 6,4 Prozent auf noch 7,62 Euro. Der Titel, so scheint es, ist Opfer von derzeit insgesamt schwachen chinesischen Märkten. Aber nicht nur.
BYD bricht mit Alibaba und Tencent ein
Denn beispielsweise der chinesische Handelsriese Alibaba ging am Morgen ebenfalls mit mehr als sechs Prozent ins Minus, das Internet-Unternehmen Tencent immerhin um gut vier Prozent. Im Vergleich allerdings steht BYD mit einem Minus von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn noch gut da. Alibaba hat angesichts der grassierenden Schwäche im Heimatmarkt seit Januar 35 Prozent an Börsenwert verloren, Tencent sogar fast 40 Prozent. Was BYD genutzt haben dürfte waren die Erfolge im Exportgeschäft.
Im September 2026 entfielen 39 Prozent der BYD-Auslieferungen laut elektroauto.news auf die Auslandsmärkte bzw. den Export, im August lag der Auslandsanteil sogar bei 43 Prozent. Im Vorjahr gingen demnach lediglich 18 Prozent aller BEV und PHEV ins Ausland. Und BYD baut seine Transportkapazitäten laut Industrie Magazin für die internationale Expansion sogar noch aus.
- Wie das Technologiemedium Rest of World melde, soll die Flotte des chinesischen Autoherstellers bis 2029 um zehn auf 18 Schiffe wachsen
- Die zusätzlichen Autotransporter sollen bei China Merchants Industry entstehen und jeweils rund 9.200 Standardfahrzeugplätze bieten
BYD-Exporte wachsen schneller als Verkäufe
Eigene Schiffe verringern laut des Berichts die Abhängigkeit von kurzfristig verfügbaren Charterkapazitäten. Demzufolge könne BYD damit wichtige Absatzmärkte bevorzugt bedienen und neue Märkte leichter erschließen. Doch das Risiko ist hoch: George Whitcombe, Analyst bei Benchmark Mineral Intelligence, verweise darauf, „dass die Exporte chinesischer Elektroautos schneller wüchsen als deren Neuzulassungen im Ausland“. Er werte dies als Hinweis auf steigende Bestände unverkaufter Fahrzeuge. Auch bei BYD.
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