BYD hat am Freitag erneut einen Abschlag von 1,22 % hinnehmen müssen. Die Aktie kippte auf 8,83 Euro nach unten. Im Tagestief war das Papier sogar nur noch 8,70 Euro wert.
Damit hat sich die schwache Entwicklung der vergangenen Woche fortgesetzt. Ausgehend von etwas mehr als 9 Euro ging es vor allem zum Ende der Woche deutlich bergab. Neue Nachrichten, die diesen Verlust vollständig begründen würden, gibt es derzeit zumindest nicht.
Immer wieder wird darauf verwiesen, dass BYD im August mit der Auslieferung von 89.000 Fahrzeugen einen Exportrekord aufgestellt hatte. Auf der anderen Seite gibt es Meldungen über mögliche Batterieengpässe und längere Lieferzeiten bei sogenannten Schnellladern.
Ausbau läuft fast seelenruhig weiter
Dennoch nimmt BYD den Nachrichten zufolge weitere Stationen in Betrieb und treibt damit den Ausbau des Geschäfts weiter voran. Die Börse lässt sich davon derzeit kaum beeindrucken.
Die Aktie bleibt im Abwärtstrend. Das passt allerdings nur schwer zu dem, was Analysten erwarten. Die durchschnittlichen Kursziele liegen bei mehr als 14 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Export.
BYD war zunächst davon ausgegangen, im laufenden Jahr rund 1,3 Millionen Fahrzeuge zu exportieren. Inzwischen wurden die Ziele auf 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeuge angehoben. Das ist wirtschaftlich durchaus bedeutend. Im Ausland kann BYD höhere Margen erzielen. Damit könnten die stärkeren Exportgeschäfte auch einen Teil der Schwäche auf dem chinesischen Heimatmarkt kompensieren.
Die wirtschaftlichen Aussichten sehen damit an sich weiterhin recht gut aus, auch wenn daran an den Börsen immer wieder Zweifel aufkommen. Nachrichten über Verzögerungen bei Schnellladern erklären den Kursverlust nicht direkt. Sie können allerdings auf die ohnehin schwache Stimmung einzahlen.
BYD Aktie Chart
Damit bleibt die Differenz groß: Die Börse drückt BYD weiter nach unten, während Analysten mit ihren Kurszielen von mehr als 14 Euro deutlich zuversichtlicher bleiben.
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