BYD-Aktie: Die große Unsicherheit!

Die Aktie von BYD erlebte nach Quartalszahlen ein beständiges Auf und ab. Das könnte mit der unklaren Situation des chinesischen Autobauers zusammenhängen.

Auf einen Blick:
  • Die BYD-Aktie knickte nach Zahlen ein, erholte sich wieder, und gab dann erneut nach
  • Beim chinesischen Autobauer brachen Gewinn und Umsatz im ersten Quartal ein
  • Dafür legte das Exportgeschäft deutlich zu – wenn die Angaben denn stimmen sollten

Die zurückliegende Woche war für BYD von extremen Ausschlägen an der Börse gekennzeichnet. Nach einem Rücksetzer nach Quartalszahlen sprang die Aktie des chinesischen Batterie- und Fahrzeugproduzenten wieder an, nur um am Donnerstag den gesamten Zugewinn wieder abzugeben. So unentschieden die Anleger, so unklar die Situation beim Tesla-Rivalen. Sie ist, kurz gesagt, von großer Unsicherheit geprägt.

Gewinn brach bei BYD im ersten Quartal ein

Denn der mittlerweile weltgrößte Elektroautohersteller hat einen extrem schwachen Start ins Jahr 2026 hingelegt, wie seit Dienstag bekannt ist. Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn von BYD laut Automobilwoche um 55,4 Prozent auf 4,1 Milliarden Yuan (rund 510 Millionen Euro) ein – „der stärkste Rückgang seit 2020“, wie es heißt. Auch der Umsatz ist demnach stark um 11,8 Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan (18,78 Milliarden Euro) zurückgegangen. „Damit setzte sich die negative Entwicklung bereits das dritte Quartal in Folge fort“, so der Bericht. Haupttreiber ist Beobachtern zufolge der Preiskampf mit Konkurrenten wie Geely und Xiaomi im chinesischen Heimatmarkt.

  • Nachdem die BYD-Aktie am Dienstag von zuvor 11,62 bis auf 11,17 Euro einknickte, verbesserte sie sich am Mittwoch wieder auf 11,89 Euro
  • Am Donnerstag folgte dann ein erneuter Rücksetzer der Papiere auf zwischenzeitlich 11,18, bevor sie sich letztlich auf 11,38 Euro erholten

Hintergrund der Entwicklung sei weniger eine Entwarnung, sondern eher eine „Neubewertung der Perspektiven“, heißt es dazu auf finanzen.net. Denn während das Inlandsgeschäft schwächle, gewinne der Export an Bedeutung.

Exportzahlen bei BYD nur unter Vorbehalt

Demnach entfielen im ersten Quartal rund 45 Prozent der insgesamt 700.463 verkauften Fahrzeuge aufs Überseegeschäft. BYD habe zuletzt betont, man sei „sehr zuversichtlich“, das Ziel von 1,5 Millionen Auslandsverkäufen für 2026 zu erreichen. Was den vermeintlichen Erfolg allerdings schmälert: BYD war, unter anderem in Deutschland, zuletzt vor allem mit Eigenzulassungen durch Händler und den Hersteller selbst negativ aufgefallen.

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