BYD-Aktie: Große Entscheidung steht bevor!

BYD steht kurz vor der Wahl eines bestehenden Autowerks in Spanien oder Frankreich. Die EU-Zölle treiben die Produktionsverlagerung voran.

Auf einen Blick:
  • Standortwahl zwischen Spanien und Frankreich
  • Bestehendes Werk statt Neubau geplant
  • EU-Zölle beschleunigen lokale Fertigung
  • Ungarn-Werk startet Serienproduktion 2026

Der chinesische Elektrofahrzeugkonzern BYD plant die Übernahme eines bestehenden Automobilwerks in Europa und steht nach eigenen Angaben kurz vor einer konkreten Entscheidung. Das meldete kürzlich die Nachrichtenagentur Reuters.

Demnach nannte Europa-Chefstratege Alfredo Altavilla Spanien und Frankreich als die derzeit aussichtsreichsten Kandidaten für einen weiteren Produktionsstandort.

BYD-Aktie: Ungarn als Brücke, Westeuropa als nächstes Ziel

BYD sucht dabei nicht primär nach einem Grundstück für einen Neubau, sondern nach einem bestehenden Werk, das übernommen werden könnte – denn nach Einschätzung des Managements ist keine Zeit mehr für den Aufbau ganz neuer Kapazitäten.

Das erste europäische BYD-Werk im ungarischen Szeged soll noch 2026 mit der regulären Serienproduktion beginnen, mit einer geplanten Kapazität von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr.

BYD-Aktie: Zölle und EU-Regulierung als Treiber der Verlagerung

Die EU hat die finalen Anti-Subventionszölle auf chinesische Elektrofahrzeuge bestätigt – für BYD 17 Prozent, zusätzlich zum regulären Importzoll von 10 Prozent. Lokal in Europa produzierende Hersteller bleiben davon ausgenommen. Dazu kommt der geplante Industrial Accelerator Act der EU, der „Made in EU“-Regelungen für öffentliche Beschaffung und Subventionen einführen soll – ein weiterer Anreiz für lokale Produktion.

Im Juni brach der BYD-Absatz auf dem chinesischen Heimatmarkt um 22 Prozent ein. Starke Auslandsverkäufe mit einem Plus von fast 95 Prozent im selben Monat federten diesen Rückgang ab. Langfristig strebt BYD an, rund 70 Prozent der in Europa verkauften Fahrzeuge auch auf dem Kontinent zu fertigen – ein ambitioniertes Ziel, das ohne einen zweiten europäischen Standort kaum erreichbar scheint.

Gelingt die Übernahme eines westeuropäischen Werks, würde das die Marktstellung des Konzerns erheblich stärken. Der Druck auf etablierte europäische Hersteller wie Volkswagen, Stellantis und Renault würde weiter steigen.

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