BYD hat den Absturz an der Börse offenbar gestoppt, zumindest vorläufig. Am Donnerstag hatte es noch den Anschein, als ob die Aktie des chinesischen Batterie- und Fahrzeugherstellers ihr jüngstes Jahrestief von 7,62 Euro noch einmal unterbieten könnte, doch bei 7,68 Euro fand sie einen Boden. Den Freitag beendeten die Papiere bei 7,86 Euro, am Montagmorgen übersprang die BYD-Aktie auf der Handelsplattform Tradegate wieder die Marke von 8 Euro. Immerhin. Möglicherweise hatte auch eine aktuelle Nachricht für einen Push gesorgt.
BYD größer als Toyota, GM, Ford und Tesla zusammen
Denn laut Medienberichten beschäftigt BYD nach Angaben des Konzernchefs inzwischen mehr als 1,02 Millionen Menschen, darunter rund 120.000 Ingenieure. „Während weltweit Autobauer Jobs abbauen, stockt der chinesische Autohersteller BYD seine Mitarbeiterzahl auf ein neues Rekordniveau auf“, heißt es etwa auf Auto, Motor & Sport. Mehr noch: Mit dieser Zahl beschäftige BYD nun mehr Menschen als Toyota, GM, Ford und Tesla. Und zwar zusammen. Zur Einordnung:
- Der VW-Konzern meldete demnach für Ende 2025 einen Personalbestand von 662.942 Beschäftigten
- Toyota kam zuletzt auf 390.927 Mitarbeiter, Stellantis zählte Ende 2025 258.668 Beschäftigte
Und doch müsse der Rekordwert eingeordnet werden: Dass BYD einen Mitarbeiterzuwachs verzeichnet, während der Absatz zuletzt zurückging, habe dem Fachmagazin zufolge zwei Gründe.
BYD bei Produktivität nicht konkurrenzfähig
Zum einen ist die Produktivität bei BYD offenbar nicht besonders hoch: „BYD konnte im vergangenen Jahr rund 4,6 Millionen Fahrzeuge mit 869.600 Beschäftigten absetzen – das entspricht 5,3 Fahrzeugen pro Mitarbeiter“, heißt es. Beim Volkswagen-Konzern lag dieser Wert bei rund 13,5, bei Toyota gar bei 29. Zum anderen seien bei den genannten 1,02 Millionen auch Mitarbeiter von BYD Electronics (zuletzt 165.000), einem Auftragsfertiger der Geräte für andere Marken montiert, sowie der Batteriesparte von BYD inkludiert. Zudem schwankte die Zahl der Beschäftigten in der Vergangenehit stark.
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