BYD-Aktie: Der grandiose Irrtum!

BYD-Aktie erholt sich leicht, bleibt aber charttechnisch schwach. Der Autobauer treibt seine Europa-Offensive mit acht neuen Modellen massiv voran.

Auf einen Blick:
  • Leichte Kurserholung nach Verlustserie
  • Charttechnisch weiter unter 10 Euro
  • Acht neue Modelle für Europa
  • Analysten sehen hohes Kurspotenzial

BYD ist gestern am Markt etwas zur Ruhe gekommen. Die Aktie verlor nicht wie in den Tagen zuvor. Diesmal konnte sie ein Plus von 0,7 % erwirtschaften. 8,56 Euro werden auf den Kurstafeln angezeigt.

Das ist allerdings noch kein Durchbruch nach oben. Die Aktie notiert aus Sicht der Charttechnik weiterhin in einer schwierigen Situation unterhalb von 10 Euro. Die Marke von 10 Euro war als wichtige runde Untergrenze formuliert und dargestellt worden. BYD lässt im Moment nicht erkennen, dass die Aktie schnell wieder ein Comeback über diese Linie schafft.

BYD: Wie lange dauert die Situation noch an?

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Abwärtsmarsch der Chinesen indes rätselhaft. So sind die Expansionspläne von BYD gerade in den letzten Tagen noch einmal unterstrichen worden. Es wurde bekannt, dass BYD im Sommer insgesamt acht neue Fahrzeuge in Europa an den Start bringen möchte. Dies wurde auf dem Goodwood Festival of Speed bekannt.

Unter anderem würde der Denza Z nach Europa gebracht. Dieser würde in einer sogenannten Racing-Version mit einem riesigen Heckspoiler ausgestattet sein. Zudem gäbe es ein Coupé sowie eine Straßenversion. Das ganze Projekt ist deshalb interessant, weil das Fahrzeug elektrisch angetrieben wird und bis zu 349 Stundenkilometer schnell fahren könne. Damit wird BYD auch im Segment der Sportwagen für Aufsehen sorgen.

Zudem würde ein Van für Großfamilien vorgestellt. Mit dem Dolphin Surf soll außerdem ein Kleinwagen für die größeren Metropolen Europas auf den Markt kommen. Darüber hinaus soll ein Pick-up mit Hybridantrieb eingeführt werden.

Insgesamt also kann man davon sprechen, dass BYD seinen Plan, nach Europa zu expandieren, massiv weiter ausbaut und konsequent verfolgt. Dazu zählt auch, dass BYD inzwischen in Europa produziert und damit versucht, Handelszölle zu umgehen.

BYD Aktie Chart

Die Märkte stehen chinesischen Unternehmen allerdings gerade wegen der Handelszölle weiterhin recht skeptisch gegenüber. Das heißt, der Aktienmarkt selbst hat den Daumen immer noch gesenkt. Der Abwärtstrend ist mit einem Abstand von über 20 % zu wichtigen Indikatoren sehr stark.

Auf der anderen Seite sehen Analysten für die Aktie weiterhin ein erhebliches Potenzial und formulieren unverändert sehr hohe Kursziele.

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