Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von BYD kommt einfach nicht mehr in die Spur. Mitte April waren die Papiere des chinesischen Autobauers bei einem Kurs von 12,27 Euro gehandelt worden. Doch davon sind sie wieder ein gutes Stück entfernt. Am Mittwoch im frühen Handel in Frankfurt ging es mit der BYD-Aktie weitere drei Prozent abwärts auf zwischenzeitlich noch 10,70 Euro. Dass die Anleger derzeit so skeptisch sind, hat zweifellos auch mit den Absatzzahlen des Tesla-Konkurrenten zu tun.
BYD setzte erneut weniger Autos ab
Denn laut Medienberichten hat BYD im April 321.123 Elektroautos und Plug-in-Hybride ausgeliefert, was zwar eine Steigerung um knapp sieben Prozent im Vergleich zum März 2026 bedeutet. Doch der lange Zeit so erfolgsverwöhnte Autobauer liege damit den achten Monat in Folge unter dem Vorjahresabsatz, meldet elektrive.net Im April 2026 waren es demnach 15,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Die Misere zeigt sich auch beim kumulierten Absatz im laufenden Jahr: „Nach vier Monaten steht BYD bei 1.021.586 Fahrzeugen und hat somit schon die Millionen-Marke geknackt“, so der Bericht. Dennoch seien es sogar 26 Prozent weniger Auslieferungen als in den ersten vier Monaten des Jahres 2025.
Der Export wird für BYD zur Zukunftsfrage
Analysten führten dies auf die zunehmende Sättigung im mittleren Preissegment und den aggressiven Markteintritt von Wettbewerbern wie Geely und Xiaomi zurück, heißt es beim Fachportal IT Times. Dennoch bleibe BYD mit dieser Zahl der mit Abstand größte EV-Produzent der Welt. Das Unternehmen setze „angesichts der schwachen Inlandsnachfrage zunehmend auf ein starkes Wachstum in den Auslandsmärkten“.
- Das Übersee-Verkaufsvolumen erreichte im vergangenen Monat insgesamt 135.098 Fahrzeuge, ein Plus von 70,9 Prozent
- Im April wurden 41,9 Prozent aller BYDs außerhalb von China verkauft, im März waren es demnach rund 40 Prozent
Gewinn brach im 1. Quartal um die Hälfte ein
Zugleich aber leidet BYD unter einem intensiven Preiskampf im chinesischen Markt, der die Margen drückt und die Gewinne stark reduziert. Laut einer Reuters-Analyse fiel der Gewinn im ersten Quartal 2026 um mehr als die Hälfte, was die angespannte Lage zusätzlich verdeutlicht. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen: Der Wettbewerb durch andere Hersteller wie Geely wächst, während staatliche Förderungen für Elektroautos reduziert wurden.
Zudem kämpft BYD laut Marktbeobachtern mit strategischen Problemen, etwa dem schwierigen Übergang vom günstigen Massenmarkt hin zu teureren Premiumfahrzeugen. Auch international gibt es Risiken, etwa Kritik an Arbeitsbedingungen in Auslandsprojekten und Schwierigkeiten beim Markteintritt in Europa. Insgesamt zeigt sich, dass BYD trotz globaler Expansion und steigender Exporte derzeit unter erheblichem wirtschaftlichem und strategischem Druck steht.
BYD-Werk in Ungarn verzögert sich
In Ungarn etwa entsteht ein Autowerk mit einer geplanten Investitionssumme von rund vier Milliarden Euro, das laut ecomento.de im zweiten Quartal 2026 die Produktion aufnehmen soll. Geplant war der Start eigentlich deutlich früher, doch es kam offenbar zu Verzögerungen.
So hatte BYD noch auf der IAA MOBILITY im September 2025 bekräftigt, die Produktion in Ungarn vor Ende 2025 aufnehmen zu wollen. Das hat nicht geklappt. In der Türkei ist zudem ein weiteres Werk geplant, das Ende 2026 anlaufen soll. „Zusammen kämen beide Standorte auf eine Kapazität von rund 500.000 Fahrzeugen pro Jahr“, so der Bericht. Doch wann es wirklich losgeht, steht in den Sternen.
Analysten weiter mit ordentlichen Kurszielen
Bei den Analysten hingegen ist das Unternehmen noch immer wohlgelitten. Das durchschnittliche Kursziel aus derzeit 28 Häusern liegt laut marketscreener.com aktuell bei umgerechnet 13,56 Euro. Somit trauen die institutionellen Beobachter der Aktie einen mittelfristigen Kurszuwachs von immerhin rund einem Virtel zu. Entsprechend lauten die Empfehlungen.
- 24 Analysten würden BYD derzeit kaufen
- drei plädieren im Moment auf Halten
- nur ein einziger rät zum Verkauf der Aktie
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