BYD Aktie: Exporte springen 95 Prozent

BYD verdrängt Tesla im zweiten Quartal mit über 557.000 verkauften E-Autos von der Spitze. Exporte steigen rasant und kompensieren die Schwäche im Heimatmarkt.

Auf einen Blick:
  • BYD liefert 557.090 reine E-Autos aus
  • Exporte steigen um fast 95 Prozent
  • Aktie erholt sich um 15 Prozent
  • Neue Batteriegeneration in Planung

BYD feiert einen starken Juni. Der chinesische Autokonzern erobert die weltweite Krone im Elektroautomarkt zurück. Eine rasante Expansion im Ausland rettet die Bilanz. Die anhaltende Schwäche auf dem Heimatmarkt fällt kaum noch ins Gewicht.

Machtwechsel im zweiten Quartal

Zwischen April und Juni lieferte BYD genau 557.090 reine Elektroautos aus. Damit verdrängt der Konzern seinen US-Rivalen Tesla vom ersten Platz. Tesla verkaufte im gleichen Zeitraum knapp 480.000 Fahrzeuge.

Zählt man Plug-in-Hybride dazu, knackt BYD im zweiten Quartal locker die Millionenmarke. Die Auslieferungen stiegen im Vergleich zum Vorquartal um beachtliche 58 Prozent.

Ausland wird zum Wachstumsmotor

Im Juni klafft die Entwicklung der regionalen Märkte weit auseinander. Die Verkäufe in China fielen im Jahresvergleich um 22 Prozent. Der Konzern verkaufte dort rund 228.000 Einheiten.

Parallel dazu explodieren die Exporte. Die Lieferungen ins Ausland stiegen auf 175.349 Fahrzeuge. Das bedeutet ein Plus von fast 95 Prozent. Das internationale Geschäft macht nun 43 Prozent des Gesamtvolumens aus.

In wichtigen Zielmärkten verbucht der Autobauer konkrete Erfolge:
* Australien: BYD verkaufte im Juni fast 19.000 Autos und landet knapp hinter Toyota.
* Südkorea: Das Modell Dolphin belegt Platz zwei der meistverkauften Importautos.
* Europa: Das Management plant bereits ein zweites lokales Werk für die Produktion.

Anleger kaufen den Dip

Die starken operativen Zahlen beflügeln die Aktie. Am Freitag schloss das Papier mit einem Plus von 6,45 Prozent bei 9,54 Euro.

Auf Wochensicht steht damit ein Kursgewinn von 15 Prozent auf der Tafel. Die Erholung kommt zur rechten Zeit. Erst am vergangenen Dienstag war der Kurs auf ein 52-Wochen-Tief von 8,03 Euro abgerutscht.

Die mittelfristige Bilanz bleibt trotzdem durchwachsen. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp 13 Prozent zu Buche. Bis zum alten Jahreshoch fehlen der Aktie noch rund 35 Prozent.

Angriff auf den Weltmarkt

BYD-Chef Wang Chuanfu gibt ein klares Tempo vor. In fünf Jahren will er den weltgrößten Autobauer formen. Dafür bringt BYD demnächst seine neue Batteriegeneration mit Blitzlade-Technik auf den Markt.

Auch im Premium-Segment wächst der Konzern stark. Die Luxusmarke Denza legte im Juni um knapp 29 Prozent zu. Um das weitere Wachstum zu stemmen, verhandelt BYD aktuell über neue Fabriken in chinesischen Provinzen. Das Ziel: Der Konzern peilt eine heimische Kapazität von mehr als fünf Millionen Fahrzeugen an.

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