BYD-Aktie: Eil-Nachricht!

BYD-Aktie kämpft mit der 10-Euro-Marke, während Analysten ein Kurspotenzial von 40 Prozent sehen. Starke Exporte stützen den Kurs.

Auf einen Blick:
  • Kurs kämpft um 10 Euro
  • Analysten sehen 40 Prozent Potenzial
  • Exporte im Juni um 95 Prozent gestiegen
  • 100.000stes E-Auto in Brasilien produziert

Die Nachricht des Tages für die BYD kommt wohl aus Ungarn: Die Behörden wollen jetzt den Übergang eines Ex-Ministers zu BYD untersuchen. Panik löst dieser Vorgang indes nicht aus. Es bleibt alles bei dem, was die Börsen schon in den vergangenen Tagen gezeigt haben:

Die BYD kämpft heute ganz offensichtlich mit einer charttechnisch eminent wichtigen Hürde. Ganz konkret changieren die Notierungen rund um die Marke von 10 Euro und geben bis dato rund -1,6 % ab. Damit zeigen die Kurstafeln derzeit wieder „nur“ 9,81 Euro an, nachdem gestern bereits 10 Euro überwunden wirkten. Dennoch sind die Aussichten deutlich besser geworden.

BYD: Die Analysten sind zuversichtlich!

Mittelfristig wird es nun darum gehen, dass die BYD-Aktie deutlich stärker in Richtung der Kursziele läuft, die Analysten erwarten. Diese gehen im Durchschnitt davon aus, dass die Aktie noch bis auf rund 14 Euro steigen kann.

BYD Aktie Chart

Die Nachrichten zuletzt zeigten zum Beispiel, dass nunmehr das 100.000 Elektrofahrzeug in Brasilien produziert worden ist. Dies zeigt einmal mehr, dass die Chinesen ihre Aktivitäten nicht nur in der EU, sondern auch in Südamerika deutlich ausgebaut haben.

Insgesamt waren die Auslandsverkäufe im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 95 % gestiegen. Das verdeutlicht bereits, in welche Richtung die Strategie des Unternehmens läuft. Der Anteil der Exportfahrzeuge am gesamten Absatz von BYD liegt inzwischen bei rund 43 %. Damit ist das Unternehmen auf einem guten Weg, die Schwäche des chinesischen Heimatmarktes zunehmend auszugleichen.

BYD befindet sich insgesamt in einer guten Position, sich aus den wirtschaftlichen Belastungen zu lösen, die den chinesischen Automarkt zuletzt geprägt haben. Die chinesische Regierung hatte im vergangenen Jahr Subventionen reduziert und verschiedene steuerliche Vorteile zurückgenommen. Gleichzeitig führte der intensive Preiswettbewerb der Hersteller zu einer deutlichen Abschwächung des heimischen Marktes.

Diese Entwicklung kompensiert BYD zunehmend durch seine erfolgreiche Exportstrategie. Auch in Deutschland dürften sich in den kommenden Monaten weitere interessante Entwicklungen ergeben. Es werden neue Modelle auf den Markt kommen, die möglicherweise zusätzliche Marktanteile gewinnen können. Derzeit bleibt dies allerdings noch Spekulation.

Fest steht, dass BYD im ersten Halbjahr insgesamt 789.000 Fahrzeuge exportiert hat. Das entspricht nach Unternehmensangaben in etwa der geplanten Entwicklung. Im Inland bleibt der Margendruck aufgrund der genannten Faktoren allerdings erheblich. Dadurch wurde auch der Nettogewinn von BYD deutlich belastet. Zeitweise war hier ein Rückgang von rund 55 % zu verzeichnen.

Dennoch hilft der starke Exporterfolg dem Unternehmen auf seinem weiteren Wachstumskurs. Vor allem in Europa erzielt BYD höhere Margen als im chinesischen Heimatmarkt. Deshalb bleiben die Analysten auch deutlich optimistischer als der Markt derzeit. Im Durchschnitt rechnen sie weiterhin mit einem Kurspotenzial von rund 40 %.

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