Die Chinesen spielen ihre Macht aus. Reliance Industries wollte in Indien mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen durchstarten. Jetzt steht das Projekt auf Eis. Der Grund ist so simpel wie frustrierend für die Inder. Die chinesische Technologie kommt nicht mehr raus aus dem Reich der Mitte.
Bloomberg berichtete am Sonntag über den Rückschlag für den Mukesh Ambani Konzern. Reliance hatte mit dem chinesischen Unternehmen Xiamen Hithium Energy Storage Technology verhandelt. Es ging um die Lizenzierung von Zelltechnologie. Die Gespräche sind gescheitert. Xiamen zog sich zurück, nachdem China im Oktober Exportkontrollen für Lithium-Batterie-Komponenten eingeführt hatte. Wer Technologie ins Ausland transferieren will, braucht jetzt eine Genehmigung aus Peking.
Reliance dementiert halbherzig
Am Montag meldete sich Reliance zu Wort. Ein Sprecher betonte, die Pläne für ein Batterie-Speicher-Ökosystem blieben unverändert. Von Zellproduktion war interessanterweise nicht mehr die Rede. Stattdessen konzentriert sich der Konzern nun offenbar auf die Montage von Energiespeichersystemen. Das ist ein gewaltiger Unterschied zur ursprünglichen Ambition, eigene Zellen herzustellen.
Die Botschaft aus China ist glasklar. Peking kontrolliert kritische Technologien für Energiespeicher und Elektrofahrzeuge mit eiserner Hand. Für Unternehmen wie Reliance, die auf chinesisches Know-how angewiesen waren, wird es eng. Die Inder müssen sich jetzt neu orientieren. Der Zeitplan für den Start der Produktion, ursprünglich für dieses Jahr geplant, dürfte Geschichte sein. China zeigt der Welt, wer in der Batteriebranche das Sagen hat.
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