BYD-Aktie: BYD hängt Tesla ab!

Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat Tesla im europäischen Januarabsatz mehr als verdoppelt und steigert seinen Marktanteil, während die US-Konkurrenz weiter verliert.

Auf einen Blick:
  • BYD-Absatz in Europa steigt um 165 Prozent
  • Tesla verzeichnet 13. Monat mit rückläufigen Zahlen
  • Marktanteil von BYD wächst auf 1,9 Prozent
  • Aktienkurs zeigt trotz Erfolgen Schwäche

Die Absatzzahlen von Elektroautos gaben im Januar wieder etwas nach. Es ging um 3,5 Prozent auf 961.382 neu zugelassene Fahrzeuge zurück, während Hybridautos deutlich zulegen konnten. Unverändert zeigt sich derweil auch der Trend bei den einzelnen Herstellern.

Volkswagen dominiert den hiesigen Markt weiterhin nach Belieben mit einer breiten Auswahl von Modelle in den Top 10. Vollkommen den Anschluss verloren hat derweil Tesla. Dort brachten die Absatzzahlen in Europa im Januar um weitere 17 Prozent auf nur noch 8.075 Fahrzeuge ein, wie Daten des ACEA zeigen. Der Marktanteil schrumpft auf 0,8 Prozent. Dabei handelt es sich auch um keinen kurzfristigen Effekt, denn es ist schon der 13. Monat in Folge mit sinkenden Zahlen.

Tesla sieht von BYD nur noch die Rücklichter

In die entgegengesetzte Richtung ging es bei BYD. Noch vor wenigen Jahren schien es schier unvorstellbar, dass der chinesische Hersteller an Tesla vorbeiziehen könnte. Doch im Januar sprangen die Abwärte in Europa um 165 Prozent auf 18.242 Fahrzeuge. Das ist mehr als doppelt so viel wie beim US-Konkurrenten.

Seinen Marktanteile steigert BYD auf 1,9 Prozent und bleibt auf einem rasanten Wachstumskurs in Europa. Über die zunehmenden Widerstände in China kann das die Anleger allerdings nicht hinwegtrösten. Die BYD-Aktie scheitert derzeit konsequent an jeglichen Erholungsversuchen. Am Mittwoch ging es im frühen Handel um 1,5 Prozent auf 10,69 Euro abwärts.

BYD Aktie Chart

Erfolg in Übersee

Vermutlich wird das dezent schwächelnde Geschäft in der Heimat die BYD-Aktie noch etwas länger belasten. Die Erfolge in anderen Märkten sind aber nicht von der Hand zu weisen. Geht es im bisherigen Tempo weiter, könnten die Verkäufe in Übersee schon recht bald jene aus China überflügeln, und das bei tendenziell deutlich höheren Margen. Trotz sichtlicher Rückgänge beim Aktienkurs sieht daher bei BYD längst nicht alles schlecht aus.

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