BYD verlor am Freitag weitere 0,48 % und schloss bei 8,34 Euro. Damit liegt die Aktie rund 10 % unter ihrer maßgeblichen Trendlinie und bleibt charttechnisch angeschlagen. Der Abstand zur 10-Euro-Marke ist beträchtlich. Erst deren Rückeroberung würde das schwache Kursbild spürbar verbessern. Bis dahin steht die Aktie trotz höherer Analystenkursziele unter technischem Druck. Im Durchschnitt halten die Experten rund 14 Euro für erreichbar.
BYD wird Zahlen liefern
Operativ wächst BYD vor allem im Ausland. Im September stiegen die weltweiten Fahrzeugauslieferungen gegenüber dem Vorjahr um rund 17 %, obwohl der Absatz in China zurückging.
Außerhalb des Heimatmarktes legten die Auslieferungen um mehr als 150 % zu. Deshalb erhöhte der Konzern sein internationales Absatzziel für das laufende Jahr von 1,3 Millionen auf 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeuge. Das Auslandsgeschäft ist auch für die Ertragslage wichtig, weil BYD dort höhere Margen erzielen kann als in China.
In Europa erschweren neue Handelsregeln die Expansion. Ab dem 1. Dezember 2026 sollen die Einfuhren chinesischer Hybridfahrzeuge im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der EU und China zunächst auf 350.000 Fahrzeuge jährlich begrenzt werden. Danach soll die Obergrenze pro Jahr um 6 % steigen. Die Beschränkung gilt für die entsprechenden Importe aus China insgesamt und nicht allein für BYD.
Der Konzern reagiert auch darauf mit dem schon lange geplanten Ausbau seiner europäischen Produktion. Das Werk im ungarischen Szeged soll bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Weitere Standorte sind geplant, insgesamt ist von drei europäischen Produktionsstätten die Rede.
Apple Aktie Chart
Am 30. Oktober veröffentlicht BYD seine nächsten Quartalszahlen. Goldman Sachs rechnet mit einem Anstieg des Nettogewinns um rund 47 %.
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