BYD-Aktie: Die Börse hat versagt!

BYD steigerte die Fahrzeugausfuhren im September um 154 Prozent; zugleich sank der Nettogewinn im ersten Halbjahr um mehr als 20 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Aktie verlor binnen zwölf Monaten 30,17 Prozent
  • September-Exporte lagen 154 Prozent höher
  • Nettogewinn sank im ersten Halbjahr um über 20 Prozent
  • Analysten sehen Kursziel bei rund 14 Euro

Für BYD sieht es weiterhin ausgesprochen schwach aus. Die Notierungen haben in den zurückliegenden zwölf Monaten trotz sehr guter Entwicklungen in bestimmten Bereichen kräftig nachgegeben. 30,17 % hat die Aktie innerhalb von zwölf Monaten verloren. Zuletzt kam BYD auf ein Kursniveau von nur noch 8,38 Euro, je nach Börsenplatz sogar etwas weniger.

Auch am Freitag waren die Notierungen deutlich nach unten gelaufen. Der Kursverlust wurde mit circa 3 % angegeben. Für BYD ist diese Entwicklung insofern enttäuschend, als erst kürzlich die Absatzzahlen für September vorgelegt worden sind.

154 % Steigerung sind erheblich

Das Unternehmen konnte im September 154 % mehr Fahrzeuge exportieren als ein Jahr zuvor. Das ist eine atemberaubende Geschwindigkeit, mit der BYD die Märkte inzwischen aufrollt.

Das muss auch sein, denn der Rabattkrieg auf dem chinesischen Automarkt ist weiterhin so stark, dass der Nettogewinn im ersten Halbjahr um mehr als 20 % gefallen war. Im Ausland allerdings erzielt BYD höhere Margen. Der Export ist damit der Wachstumstreiber schlechthin.

Die Aktie gilt als massiv unterbewertet, wenn man die Analysten fragt. Sie gehen weiterhin davon aus, dass ein Kursziel von circa 14 Euro realistisch ist. Das wäre inzwischen ein Aufschlag von fast 6 Euro.

BYD Aktie Chart

Die Märkte haben mit einem Abstand von teilweise fast 20 % zu wichtigen Trendindikatoren allerdings klar signalisiert, dass sich die Aktie derzeit im Abwärtstrend befindet.

Man darf gespannt sein, ob sich die wirtschaftlich orientierten Analysten am Ende nicht doch durchsetzen. Die jüngsten Zahlen waren jedenfalls herausragend. Während die Börse BYD derzeit abstraft, liefert vor allem das Exportgeschäft Argumente dafür, dass sich das Bild wieder drehen kann.

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