BYD tritt in der Region Asien-Pazifik aufs Gaspedal. Der chinesische Elektroauto-Konzern bringt gleich mehrere neue Modelle auf den Markt und untermauert seine Wachstumsziele in Australien. Die Anleger honorieren das: Die Aktie legt am Dienstag um 2,28 Prozent zu und notiert bei 10,15 Euro.
Neue Modelle für die Philippinen und Malaysia
Am 28. Juli hat BYD den Atto 2 offiziell auf den Philippinen eingeführt. Der kompakte Crossover kommt sowohl als reines Elektrofahrzeug als auch als Plug-in-Hybrid mit DM-i-Technologie. Der Einstiegspreis für die EV-Version liegt bei umgerechnet rund 1,34 Millionen philippinischen Pesos. Die Hybrid-Variante schafft eine kombinierte Reichweite von bis zu 1.045 Kilometern.
Parallel dazu bereitet BYD Malaysia den Auftritt des überarbeiteten Sealion 7 vor. Die Premiere ist für den 30. Juli angesetzt. Das SUV soll auf eine 800-Volt-Architektur umsteigen. Damit wäre ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent in etwa 24 Minuten möglich. Erwartet wird zudem eine 91,3-kWh-Blade-Batterie mit LFP-Zellchemie und einer WLTP-Reichweite von rund 502 Kilometern.
Australien: Platz drei im Visier
In Australien verfolgt BYD ein klares Ziel: Bis Ende 2026 soll der Konzern zu den drei meistverkauften Automarken des Landes zählen. Die Verkäufe sind dort im laufenden Jahr um 120,1 Prozent gestiegen. In den vergangenen drei Monaten belegte BYD durchgehend Platz zwei – nur Toyota verkaufte mehr Fahrzeuge.
Um den Schwung zu halten, plant der Konzern ein Facelift für den verkaufsstarken Atto 3. Hinzu kommt mindestens ein neues Nutzfahrzeug, das noch in diesem Jahr an den Start gehen soll.
Die Da Han als neues Aushängeschild
Im Premiumsegment zeigt BYD nun auch Produktionsbilder und technische Daten der Da Han-Limousine. Mit 5,26 Metern Länge positioniert sich das Modell direkt gegen den Mercedes EQS und den BMW i7. Eine 102,3-kWh-Blade-Batterie soll im chinesischen CLTC-Zyklus eine Reichweite von bis zu 1.008 Kilometern ermöglichen. Die Allradvariante leistet bis zu 570 kW, umgerechnet 775 PS.
Charttechnik zeigt Erholung
Der Kursanstieg fügt sich in eine bemerkenswerte Erholungsbewegung ein. Binnen 30 Tagen hat die Aktie 23,3 Prozent gewonnen und liegt damit 26,34 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 8,03 Euro Ende Juni. Der Rücksetzer der vergangenen Monate ist damit aber noch nicht ausgeglichen: Seit Jahresbeginn steht weiterhin ein Minus von 5,22 Prozent zu Buche.
Die Produktoffensive in mehreren Märkten gleichzeitig unterstreicht, wie sehr BYD auf internationales Wachstum setzt – über den Heimatmarkt China hinaus. Ob sich der Schwung der vergangenen Wochen fortsetzt, dürfte auch davon abhängen, wie die neuen Modelle in Malaysia und den Philippinen bei den Käufern ankommen.
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