Die Aktie von BYD hat an den europäischen Märkten am Freitag zum ersten Mal seit Tagen wieder nachgegeben. Am Vortag jedoch überwanden die Papiere des chinesischen Batterie- und Fahrzeugproduzenten erstmals seit langem wieder die Marke von zehn Euro. Trotz der aktuellen Korrektur beläuft sich der Aufschlag bei der BYD-Aktie seit Ende Juni, als 8,06 Euro auf dem Kurszettel standen, auf mehr als 20 Prozent. Dabei wollen Kursentwicklung und die wirtschaftliche Situation beim Unternehmen aktuell nicht zusammenpassen.
BYD verliert weit mehr als VW, BMW und Mercedes
Denn laut übereinstimmender Medienberichte haben nicht allein die deutschen Autobauer im ersten Halbjahr deutlich an Absatz eingebüßt. Aktuellen Auswertungen des Center of Automotive Management (CAM) zufolge litten VW, BMW und Mercedes zwar gleichermaßen unter starken Rückgängen im für sie wichtigen chinesischen Markt, wie unter anderem die Wirtschaftswoche am Donnerstag meldet. „Dessen Schwäche und der extrem starke Wettbewerb treffen die heimischen Hersteller allerdings teils noch härter“ – vor allem BYD.
- Der lange erfolgsverwöhnte Platzhirsch büßt dort laut der Untersuchung 39 Prozent ein, heißt es
- Das könnten auch steigende Exporte nicht ausgleichen, weltweit stehe bei BYD ein Minus von 15,7 Prozent
Für den chinesischen Hersteller, mit großen Ambitionen ins Jahr 2026 gestartet, ist das ein Alarmsignal.
BYD hatte das Jahresziel 2025 bereits verpasst
Bereits im Vorjahr hatte BYD sein angestrebtes Jahresziel verpasst, 2025 weltweit lediglich 4,6 Millionen Fahrzeuge verkauft. Noch im März hatte der Konzern von 5,5 Millionen abgesetzten Autos phantasiert. Und die Flaute setzte sich fort: In den ersten vier Monaten 2026 hatte BYD dann sogar weniger Autos verkauft als in den jeweiligen Vorjahresmonaten. Dazu passt dann auch eher die langfristige Kursentwicklung: Seit dem Höchststand, ausgebildet bei 14,79 Euro vor knapp einem Jahr, hat der chinesische Konzern noch immer rund ein Drittel an Börsenwert eingebüßt.
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