BYD-Aktie: Absage aus Dresden!

Volkswagen lehnt eine Beteiligung chinesischer Hersteller am Standort Dresden ab. BYD setzt seine Europa-Expansion trotzdem fort.

Auf einen Blick:
  • VW plant Innovationscampus in Dresden
  • BYD-Interesse an Werk abgewiesen
  • Chinesischer Hersteller treibt Europa-Expansion
  • Exportmärkte sollen China-Einbrüche abfedern

Mit seinem Standort in Dresden konnte Volkswagen schon länger keine bahnbrechenden Erfolge mehr feiern. Im letzten Jahr wurden dort noch rund 6.200 Fahrzeuge produziert, ehe die Fertigung schließlich eingestellt wurden. Darauf folgten kürzlich Gerüchte, laut denen chinesische Hersteller Interesse an einer Nutzung haben könnten.

Konkret hieß es, dass wohl BYD Interesse an einer Beteiligung haben könnte. Auch XPeng und MG sollen wohl Interesse gezeigt haben. Wie „Der Aktionär“ berichtet, erteilte Volkswagen derartigen Vorhaben aber nun eine klare Absage. Der Standort soll strategisch neu ausgerichtet und zu einem Technologie- und Innovationscampus gewandelt werden.

BYD hat große Pläne für Europa

Für BYD wäre das Ganze durchaus eine interessante Gelegenheit gewesen. Schließlich treibt der Hersteller seine internationale Expansion derzeit mit allem Nachdruck voran und Europa spielt dabei eine besonders große Rolle. Denn der US-Markt bleibt aufgrund prohibitiv hoher Zölle weitgehend uninteressant. Eine lokale Fertigung in der EU befindet sich bereits im Aufbau.

Ändern dürfte sich an den Plänen von BYD nichts weiter, ob mit oder ohne Beteiligung an einem VW-Werk. Zuletzt waren es auch die internationalen Absätze, welche die massiven Einbrüche auf dem chinesischen Markt zumindest etwas dämpfen könnten. Meldungen über wieder bessere Absätze aus der Heimat stützten zudem den Aktienkurs zusätzlich.

BYD Aktie Chart

Keine Euphorie

Einige Vorbehalte sind den Bullen hinsichtlich der BYD-Aktie noch anzumerken. Der harte Preiskampf in China hat tiefe Spuren hinterlassen und wegfallende Förderungen ließen die Nachfrage im laufenden Jahr einbrechen. Trotz dezenter Anzeichen einer Erholung bleibt die BYD-Aktie bisher in niedrigen Gefilden. Am Donnerstagmorgen standen 10,87 Euro auf dem Ticker und damit fast 25 Prozent weniger als vor zwölf Monaten. Weitere Fortschritte beim Exportmarkt können da gar nicht früh genug kommen.

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