BYD startet in eine kurze Handelswoche — und das unter erheblichem Druck. Der Kurs liegt bei 8,29 Euro, nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 8,08 Euro, das erst am 26. Juni markiert wurde. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 24 Prozent verloren.
Verkürzte Woche, konzentrierte Datenlage
Am 1. Juli bleibt die Hongkonger Börse wegen des Gründungstags der Sonderverwaltungszone geschlossen. Weniger Handelstage bedeuten: Jede neue Meldung trifft auf engere Marktbedingungen. Der RSI liegt bei 20,6 — ein technisch stark überverkauftes Niveau. Das allein signalisiert aber keine Trendwende.
Die entscheidende Frage der Woche: Hält die Aktie die Unterstützung bei 8,08 Euro?
Monatszahlen als nächster Prüfstein
Die jüngsten verfügbaren Verkaufsdaten stammen aus dem Mai. BYD lieferte in diesem Monat 383.453 Elektro- und Hybridfahrzeuge aus. Die kumulierten Verkäufe von Januar bis Mai lagen bei 1,41 Millionen Einheiten — rund 20 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Exportiert wurden im Mai 160.644 Fahrzeuge.
Sobald die Juni-Zahlen veröffentlicht werden, richtet sich der Blick vor allem auf Exporte und höherpreisige Modelle. Nur dort lässt sich ablesen, ob BYD den Rückstand gegenüber dem Vorjahr strukturell aufholt oder ob Rabattdruck und Wettbewerb weiter auf die Marge drücken.
Schwache Quartalszahlen im Hintergrund
Das erste Quartal 2026 hat die Stimmung zusätzlich belastet. Der Umsatz fiel auf 150,23 Milliarden Renminbi, nach 170,36 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn brach von 9,15 auf 4,08 Milliarden Renminbi ein. Kein Wunder, dass Anleger bei jedem neuen Datenpunkt genau hinschauen.
Volumen allein reicht nicht mehr. Investoren wollen sehen, dass BYD profitabler wächst — nicht nur mehr Einheiten zu niedrigeren Margen verkauft.
Makro und Goodwood
Hinzu kommt der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex für Juni, der am 30. Juni veröffentlicht wird. Im Mai lag er bei exakt 50,0 Punkten — der Trennlinie zwischen Wachstum und Schrumpfung. Ein schwächerer Wert würde die Sorgen um die Binnennachfrage verstärken.
Auf der Produktseite präsentiert BYD vom 9. bis 12. Juli beim Goodwood Festival of Speed acht Fahrzeuge, darunter Weltpremieren des DENZA Z Coupé und des DENZA Z Racing sowie britische Markteinführungen von DOLPHIN G DM-i und SHARK. Das ist kein Finanzereignis — aber ein sichtbares Signal für den europäischen Expansionskurs.
Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 10,27 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 10,84 Euro. Beide sind weit entfernt. Für eine nachhaltige Erholung braucht BYD starke Juni-Verkaufszahlen und einen stabilen PMI — am besten beides gleichzeitig.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 28. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
