BYD meldet bei Fang Cheng Bao einen neuen Absatzmeilenstein. Die Premiummarke hat kumuliert 400.000 Fahrzeuge verkauft. Das klingt stark, kommt aber zu einem heiklen Zeitpunkt: Der Konzern baut seine Batterietechnik um und kämpft dabei mit Lieferverzögerungen.
Fang Cheng Bao wächst weiter
Das Meilenstein-Fahrzeug rollte am Mittwoch, 20. Mai 2026, als Tai 7 vom Band. Für dieses SUV-Modell war es zugleich die 150.000. verkaufte Einheit. Fang Cheng Bao bleibt damit ein wichtiger Baustein in BYDs Angriff auf das gehobene E-Auto-Segment.
Der Erfolg hat eine Kehrseite. BYD stellt die Produktion auf eine neue Generation der Blade Battery um. Dafür mussten ältere Linien zeitweise stoppen, weil Anlagen neu installiert wurden.
Die neue Technik soll Schnellladen deutlich verbessern. Fahrzeuge sollen innerhalb von neun Minuten auf 97 Prozent Ladezustand kommen. Bei Modellen wie der Tai 3 Flash-Charging-Edition laufen die normalen Auslieferungen inzwischen wieder.
BYD-Chef Wang Chuanfu räumte zuletzt ein, dass die Batteriekapazität aktuell knapp ist. Er hält den Umbau aber für nötig, um technologisch vorne zu bleiben. Die Folge: Bei mehreren gefragten Modellen verlängern sich die Lieferzeiten.
Indonesien wird zum Hybrid-Test
Parallel dazu erweitert BYD seine Strategie in Südostasien. Am Donnerstag, 21. Mai 2026, startete der Konzern seine Dual-Mode-Hybridtechnik in Indonesien. Damit bietet BYD dort nicht mehr nur reine Elektroautos an.
Das ist ein pragmatischer Schritt. In Indonesien erreichte der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge im ersten Quartal 2026 rund 20 Prozent. Die Ladeinfrastruktur wächst, ist aber noch nicht überall stark genug für reine Batterieautos.
Die fünfte Generation der DM-Technik soll eine Reichweite von bis zu 2.100 Kilometern ermöglichen. Damit adressiert BYD lange Strecken und die noch lückenhafte Ladeabdeckung. Kurz gesagt: Der Konzern passt sein Angebot stärker an lokale Bedingungen an.
Aktie bleibt unter Druck
An der Börse überwiegt trotzdem Vorsicht. Die in Hongkong gelistete BYD-Aktie notierte zuletzt um 93,00 Hongkong-Dollar. In den vergangenen 30 Tagen verlor der Titel rund 14,8 Prozent.
Der Kurs spiegelt den Konflikt gut wider. Auf der einen Seite wachsen Premiummarken wie Fang Cheng Bao und Denza weiter. Auf der anderen Seite bremsen Engpässe genau dort, wo BYD seinen nächsten Technologiesprung zeigen will.
Mitte Juni 2026 sollen mehrere Schnelllade-Modelle ausgeliefert werden, darunter Bao 8 und Bao 5. Dieser Termin wird zum konkreten Belastungstest: Stabilisiert BYD die neuen Batterielinien rechtzeitig, kann der Konzern den Absatzschub besser nutzen. Bleiben die Lieferzeiten lang, dürfte der operative Druck sichtbar bleiben.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 22. Mai liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
