BYD Aktie: 30 Prozent neue Modelle bis Ende 2026

Trotz schwacher Quartalszahlen steigt die BYD-Aktie dank positiver Analystenstimmen und Hoffnung auf margenstärkere Modelle.

Auf einen Blick:
  • Kursanstieg auf 110,30 HKD
  • JPMorgan bestätigt Overweight-Rating
  • Fokus auf höherpreisige Neumodelle
  • Auslandsverkäufe legen deutlich zu

Starke Auslandsdynamik, schwache Quartalszahlen: Bei BYD klafft die Stimmung gerade auseinander. Die H-Aktie in Hongkong hat die Marke von 100 HKD klar hinter sich gelassen, nachdem JPMorgan den Blick auf neue Modelle und internationale Märkte geschärft hat. Der Kursanstieg wirkt deshalb weniger wie eine Reaktion auf alte Zahlen, sondern wie ein Vertrauensvorschuss auf die nächste Wachstumsphase.

Am Mittwoch schloss die Aktie bei 110,30 HKD und legte damit 4,95 Prozent zu. Noch am Vortag hatte das Papier bei 99,85 HKD notiert. Damit endet vorerst die enge Handelsspanne, die den Titel zuletzt ausgebremst hatte.

JPMorgan setzt auf neue Modelle

Rückenwind kam von JPMorgan. Die Bank bewertet BYD mit „Overweight“ und nennt ein Kursziel von 120 HKD. Im Zentrum stehen drei Punkte: eine stärkere Inlandsprognose als erwartet, zusätzliche Chancen im Ausland und bessere Margen durch neue Fahrzeugmodelle.

Besonders wichtig ist die Verschiebung im Modellmix. JPMorgan erwartet, dass bis Ende 2026 mehr als 30 Prozent der Inlandsverkäufe auf neue Modelle mit Preisen meist oberhalb von 200.000 Yuan entfallen. Das wäre ein klarer Schritt weg vom bisherigen Schwerpunkt im günstigeren Segment.

Dieser Punkt ist für die Bewertung entscheidend. BYD verkauft zwar enorme Stückzahlen, doch der Preisdruck im chinesischen Markt bleibt hart. Höherpreisige Modelle können die Profitabilität stabilisieren, wenn sie in ausreichendem Volumen anlaufen.

Gewinnrückgang verliert an Gewicht

Die jüngsten Quartalszahlen waren auf den ersten Blick schwach. Der Umsatz sank im ersten Quartal auf 150,23 Milliarden Yuan, ein Rückgang von 11,82 Prozent. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn fiel auf 4,08 Milliarden Yuan und damit deutlich stärker.

Unter der Oberfläche sah das Bild weniger düster aus. Die Bruttomarge erholte sich sequenziell auf 18,81 Prozent. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch Währungsverluste und Wertminderungen von zusammen rund 1,2 Milliarden Yuan.

Goldman Sachs bleibt deshalb ebenfalls konstruktiv. Die Bank verweist darauf, dass das operative Ergebnis die Erwartungen um 82 Prozent übertroffen habe. Der Anteil der Auslandsverkäufe am Volumen sprang dabei von 21 auf 46 Prozent.

Auch die Nachfrage außerhalb Chinas zieht weiter an. Internationale Verkäufe legten im April um 71 Prozent zu und machen inzwischen grob 45 Prozent der Auslieferungen aus. Der neue Great Tang SUV stützt diesen Trend.

Analysten bleiben mehrheitlich positiv

Der breite Analystenkonsens hat sich nach den Zahlen kaum verschoben. Der durchschnittliche Zwölfmonatswert liegt bei 124 HKD. Citigroup sieht BYD mit einem Ziel von 142 HKD als einen Favoriten im Sektor, während BNP Paribas mit 87 HKD deutlich vorsichtiger bleibt.

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor aus dem Sektor wurde zuletzt entschärft. BYD, Tesla, XPeng, Li Auto und weitere Hersteller wiesen Berichte über angebliche regulatorische Gespräche zu OTA-Beschränkungen im Batteriemanagement zurück. Der Branchenverband erklärte später, die Onlineberichte hätten keine offizielle Grundlage.

Auf der Produktseite treibt BYD die Lade- und Modelloffensive weiter voran. Die eigene FLASH-Charging-Technologie soll Ladeleistungen von bis zu 1.500 kW ermöglichen. Für die Börse zählt nun, ob solche Technik nicht nur Aufmerksamkeit bringt, sondern auch höhere Preise und bessere Margen stützt.

Als nächste Termine rücken die Hauptversammlung am 9. Juni und der Dividendenkalender in den Blick. Vorgesehen ist eine Ausschüttung von 0,36 Yuan je Aktie; der Ex-Tag liegt am 11. Juni, die Zahlung ist für Ende Juli angesetzt. Nach dem Sprung über 110 HKD hat BYD die Verluste seit Mitte April aufgeholt — der Markt preist wieder stärker Wachstum als Quartalsschwäche.

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