Chinas Marktregulierungsbehörde hat gestern einen sofortigen Rückruf für 183.211 Fahrzeuge des Herstellers angeordnet. Betroffen von der behördlichen Maßnahme sind Modelle der Baureihen Qin und Tang aus den Produktionsjahren 2014 bis 2022. Der Grund liegt in fehlerhaften Anschlagpuffern an den Bremspedalen, die brechen oder sich ablösen können. Dadurch besteht das Risiko, dass die Bremsleuchten dauerhaft eingeschaltet bleiben. BYD kündigte an, die betroffenen Bauteile über seine Vertragshändler für Kunden kostenlos auszutauschen.
An den Finanzmärkten reagierten die Anleger zum Wochenausklang zurückhaltend auf die Nachricht über den Defekt im Heimatmarkt. Am Freitag schloss das Papier bei 9,00 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,8 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang steht damit ein Minus von 16 Prozent zu Buche.
Lokale Fertigung im europäischen Fokus
Ungeachtet der operativen Hürden treibt das Management die internationale Expansion voran. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag meldete, strebt der Konzern den Kauf eigener europäischer Produktionsstätten an, anstatt Kapazitäten mit Partnern zu teilen.
Als bevorzugte Standorte für künftige Fahrzeugwerke gelten Spanien und Frankreich, während Italien als Ausweichoption im Gespräch ist. Vor dem Hintergrund erwarteter Vorschriften der Europäischen Union zu lokalen Wertschöpfungsanteilen fasst das Unternehmen auf lange Sicht bis zu vier eigene Fabriken in der Region ins Auge.
Diese Strategie deckt sich mit Aussagen eines Sonderberaters des Unternehmens für das Europageschäft vom Mittwoch. Um das Wachstum abzusichern und regulatorische Vorgaben zu erfüllen, seien perspektivisch drei Fahrzeugmontagewerke sowie eine Batteriefabrik notwendig.
Zudem weitet der Konzern seine Produktpalette aus: Auf der IAA in Hannover kündigte ein Manager am Montag an, im Jahr 2027 den ersten schweren Lastwagen in Europa einzuführen und diesen schrittweise auch vor Ort zu produzieren.
Ehrgeizige Auslieferungsziele für Überseemärkte
Die Ausbaupläne untermauern den strategischen Schwerpunkt, der zunehmend auf den Märkten außerhalb Chinas liegt. Für das Jahr 2026 peilt die Führung einen Überseeabsatz von bis zu zwei Millionen Einheiten an, wie Deutsche Bank Research nach einer Unternehmenspräsentation mitteilte. Dies käme nahezu einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahresniveau gleich. Bereits im Folgejahr soll das internationale Auslieferungsvolumen die Marke von 2,5 Millionen Fahrzeugen übertreffen.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 19. September liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
