Die Aktie von BYD hat am Freitag mit einem Plus von 4,2 Prozent bei 8,65 Euro geschlossen. Rückenwind kam dabei aus dem gesamten Sektor: Nach vorangegangenen Kursverlusten erholten sich die Autotitel an der Börse in Hongkong auf breiter Front.
Als Treiber der Branchenstimmung galten Medienberichten zufolge starke Vorbestellungen für neue Modelle des Konkurrenten Xiaomi sowie wieder positivere Erwartungen an die Auslandsexpansion chinesischer Hersteller, nachdem Belastungsfaktoren zuvor eingepreist worden waren.
Trotz der jüngsten Erholung notiert das Papier des Konzerns mit einem Abschlag von 30 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 12,30 Euro. Der Markt honoriert jedoch, dass BYD seine Fertigungskapazitäten und Modellreihen in verschiedenen Segmenten kontinuierlich ausbaut.
Produktionsmarke bei Nutzfahrzeugen erreicht
Parallel zur Erholung an den Handelsplätzen meldete das Unternehmen einen operativen Meilenstein im Nutzfahrzeugbereich. BYD hat die Marke von 150.000 produzierten gewerblichen Fahrzeugen mit alternativen Antrieben erreicht. Das Jubiläumsfahrzeug, eine elektrische Sattelzugmaschine vom Typ Q3, rollte am Freitag im Werk in Huai’an vom Band.
Während der Pkw-Sektor bei den Auslieferungszahlen traditionell im Rampenlicht steht, bildet das Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen und Transportern einen strategischen Pfeiler der langfristigen Ausrichtung. Die Fertigungsmarke unterstreicht, dass der Konzern seine Plattformen für gewerbliche Kunden schrittweise skaliert.
Expansionskurs trifft auf geopolitische Hürden
Dass der Ausbau abseits der Heimatmärkte nicht ohne Reibungspunkte verläuft, verdeutlichen Aussagen aus der Führungsetage. Laut Reuters bezeichnete Executive Vice President Stella Li Geopolitik als die größte Hürde für die globale Expansion des Konzerns. In diesem Zusammenhang stellte Li klar, dass BYD vorerst keine Personenkraftwagen auf dem US-amerikanischen Markt vertreiben wird.
Auf dem Heimatmarkt treibt der Konzern die Produkterneuerung unterdessen mit hoher Schlagzahl voran. So starteten vor Kurzem die Vorbestellungen für die zweite Generation des kompakten Elektromodells Seagull, zu dem zunächst noch keine finalen Preise genannt wurden.
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