BYD-Aktie: 134 % mehr sind eine Ansage

BYD verliert an der Börse, steigert aber die Auslandsverkäufe deutlich. Verzögerungen bei der Produktion in Europa belasten die Exportstrategie.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt auf 8,75 Euro
  • Vierwochenverlust erreicht zehn Prozent
  • Auslandsabsatz im August deutlich gestiegen
  • Serienfertigung in Ungarn erst 2027 erwartet

Weiterhin schwach zeigt sich die chinesische Aktie von BYD. Nur 8,75 Euro zeigen die Börsentafeln am Mittwochvormittag an. Ein Rückschlag von 1,47 % bestätigt das Bild, das in den vergangenen Tagen entstanden ist. In den zurückliegenden vier Wochen hat die Aktie jetzt 10 % abgegeben. Auch in den vergangenen Tagen ging es leicht bergab.

Es reicht nicht ganz

Die für Chartanalysten so wichtige Marke von 10 Euro wird derzeit nicht mehr erreicht. Hier fehlen noch kräftige Impulse, vor allem aus dem Markt heraus. Es scheint, dass BYD wie andere chinesische Unternehmen derzeit aus geopolitischen Gründen unter die Räder geraten ist.

Wirtschaftlich betrachtet hat sich für das Unternehmen relativ wenig geändert. Die Zahlen aus der Zentrale sind weiterhin ermutigend. Im gesamten August wurden 189.000 Fahrzeuge im Ausland abgesetzt. Das war gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von circa 134 %. Dies soll den sehr schwachen chinesischen Absatzmarkt entlasten. BYD verdient im Ausland zudem am Verkauf der Fahrzeuge mehr.

Fraglich scheint nach Meinung der Märkte allerdings, ob die Exportstrategie dauerhaft erfolgreich sein wird. Die Börsengemeinde fragt sich offensichtlich, ob zum Beispiel die ins Auge gefasste EU-Verkaufsstrategie aufgeht. Die EU wird versuchen, mit Zöllen und weiteren Handelshemmnissen BYD am massiven Import innerhalb der Europäischen Union zu hindern.

BYD versucht, mit einer Produktion vor Ort gegenzuhalten, zum Beispiel mit einer neuen Fabrik in Ungarn. Problematisch ist derzeit, dass diese Strategie nicht so schnell funktioniert wie gedacht. Ursprünglich hatte die Serienproduktion bereits 2026 beginnen sollen. BYD geht nun davon aus, dass dies erst im kommenden Jahr passieren wird. In der Türkei wird die ursprünglich geplante Fabrik ohnehin nicht gebaut.

Insofern scheiden sich die Geister daran, ob BYD die Zölle in Europa tatsächlich so schnell umgehen kann wie gewünscht. Auf der anderen Seite bleiben Analysten sehr zuversichtlich. Ihre Kursziele liegen weiterhin deutlich über 14 Euro. Daran ändert sich nichts.

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 16. September liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)