Während Herbert Grönemeyer die Westfalenhalle rockte, lieferte Borussia Dortmund nebenan auf dem Rasen ab. Das 2:0 im Champions-League-Playoff gegen Atalanta Bergamo verschafft dem BVB eine komfortable Ausgangsposition – doch die Aktie ließ die Euphorie kalt.
Der skurrile Abend begann mit Chaos: Der Mannschaftsbus steckte über eine Stunde im Verkehr fest, weil Grönemeyer-Fans die Umgebung lahm legten. Anpfiff verspätet. Doch kaum rollte der Ball, schlug Serhou Guirassy nach gerade mal 125 Sekunden zu. Der Guineer traf per Kopf nach Flanke von Julian Ryerson – jenem Außenverteidiger, der bereits beim 4:0 gegen Mainz alle vier Treffer vorbereitet hatte.
Guirassy im Lauf
Der Stürmer zeigt seit Wochen eine bemerkenswerte Form: Sechs Tore in den letzten vier Pflichtspielen, nachdem er zuvor monatelang in einem Formtief steckte. Nach seinem Treffer enthüllte er eine emotionale Botschaft auf seinem Unterhemd – gewidmet seiner verstorbenen Nichte. Kurz vor der Pause bewies Guirassy dann auch seine Qualitäten als Vorbereiter: Nach langem Ball von Felix Nmecha startete er auf dem linken Flügel durch und legte mustergültig für Maximilian Beier auf, der aus drei Metern nur noch einschieben musste. 2:0 zur Pause.
Die Dortmunder Defensive, die auf vier verletzte Innenverteidiger verzichten musste – darunter Nico Schlotterbeck, Niklas Süle und Emre Can – ließ über 90 Minuten kaum etwas zu. Torwart Gregor Kobel hatte einen ruhigen Abend. Nach dem Wechsel verwalteten die Hausherren den Vorsprung souverän, ohne jedoch das erlösende dritte Tor nachzulegen. „Ein 2:0 ist gut, aber auch immer gefährlich“, mahnte Kapitän Julian Brandt. Das Rückspiel in Bergamo könnte spannend werden.
Starke Position in Liga und Europa
Für Dortmund läuft es derzeit rund: In der Bundesliga steht man auf Platz zwei mit komfortablen elf Punkten Vorsprung auf Rang fünf. Nur noch zwölf Spiele trennen den BVB von der erneuten Champions-League-Qualifikation – eine deutlich bessere Ausgangslage als 2025, als man erst in der Schlussphase den Einzug ins internationale Geschäft sicherstellte. Das Management kalkuliert für die laufende Saison mit dem Erreichen des Achtelfinals, wo entweder Arsenal oder Bayern München warten würden.
Die Börse quittierte den sportlichen Erfolg allerdings mit Achselzucken. Die BVB-Aktie notierte im XETRA-Handel zeitweise 0,30 Prozent tiefer bei 3,28 Euro. Offenbar hatte der Markt den Sieg bereits eingepreist – oder die Anleger warten ab, bis das Achtelfinale tatsächlich erreicht ist. Das Rückspiel in Italien am kommenden Mittwoch dürfte zeigen, ob die Tür zum Achtelfinale wirklich so weit offen steht, wie es nach diesem Abend scheint.
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