Die Zahlen sehen auf den ersten Blick katastrophal aus. Bumble rutscht im vierten Quartal mit minus 4,06 Dollar je Aktie tief in die Verlustzone, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 0,04 Dollar stand. Der Umsatz bricht um 14,3 Prozent auf 224,2 Millionen Dollar ein. Analysten hatten mit Gewinnen von 0,23 Dollar gerechnet. Und trotzdem explodiert die Aktie im frühen US-Handel um mehr als 35 Prozent nach oben.
Bumble Inc. Aktie Chart
Der Grund für die Euphorie liegt in den Details. Die Dating-App hat ihre Transformation schneller geschafft als gedacht. Der Rückgang der Nutzerzahlen fiel mit minus 159.000 deutlich geringer aus als die erwarteten minus 275.000. Gleichzeitig kletterte der durchschnittliche Umsatz pro zahlendem Nutzer um 8 Prozent. Das zeigt, dass Bumble zwar weniger Nutzer hat, diese aber mehr Geld ausgeben.
CEO Whitney Wolfe Herd spricht von der intensivsten Phase der Neuausrichtung, die nun abgeschlossen sei. Die Marketingausgaben wurden um über 80 Prozent gekappt. Stattdessen setzt das Unternehmen auf KI-Features, die Nutzern bei der Profilgestaltung helfen sollen. Die Retention-Rate in der ersten Woche ist in den USA deutlich gestiegen.
Der Neustart kommt im zweiten Quartal
Für das laufende erste Quartal rechnet Bumble mit Umsätzen zwischen 209 und 213 Millionen Dollar. Das liegt ziemlich genau im Bereich der Analystenerwartungen von 210,7 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 76 und 80 Millionen Dollar liegen, was einem Anstieg von 21 Prozent entspricht. Die EBITDA-Marge von rund 37 Prozent zeigt, dass das Geschäftsmodell trotz aller Probleme profitabel bleibt.
Das große Versprechen ist der Tech Stack 2.0, der im zweiten Quartal 2026 starten soll. Eine komplett neue Plattform mit KI-gestütztem Dating-Assistenten namens Bee. Dazu kommen neue Gruppen-Features für Bumble BFF, die bereits jetzt für 17 Prozent mehr aktive Gruppen sorgen. JP Morgan stuft die Aktie von Underweight auf Neutral hoch und sieht die schwierigste Phase überstanden.
Bumble hat einen langen Weg vor sich, das ist klar. Aber die Stabilisierung der Nutzerzahlen mitten in der Transformation ist beachtlich. Mit einer Bewertung von nur 2,5-fach EBITDA im Vergleich zu 7,5-fach bei Match Group könnte hier tatsächlich eine Wette auf die Zukunft lohnen. Vorausgesetzt, der Neustart im zweiten Quartal klappt wie geplant.
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