Bullish baut seine Position als Brücke zwischen traditionellem Bankwesen und Krypto-Welt weiter aus. Die Kryptobörse listet als erste zentralisierte Handelsplattform den Stablecoin SoFiUSD. Damit erhalten institutionelle Händler Zugang zu einem regulierten digitalen Dollar, der von einer nationalen US-Bank emittiert wird.
SoFiUSD: Der Bank-Stablecoin kommt an die Börse
Die SoFi Bank, eine Tochter von SoFi Technologies, gibt SoFiUSD heraus. Der Stablecoin ist voll besichert und im Verhältnis 1:1 in US-Dollar einlösbar. Das umlaufende Angebot liegt bereits bei über 150 Millionen US-Dollar. Über das zentrale Orderbuch von Bullish können institutionelle Kunden nun direkt mit diesem Asset handeln.
Die Listung verbindet zwei bisher getrennte Welten: das regulierte US-Bankensystem und den Kryptomarkt. Bullish positioniert sich damit als Plattform für institutionelle Anleger, die auf Compliance und Sicherheit Wert legen.
Bitcoin-Optionen: Bullish überholt Binance und CME
Parallel zur Stablecoin-Listung wächst das Derivategeschäft rasant. Bullish ist mittlerweile die Nummer zwei weltweit beim Open Interest für Bitcoin-Optionen. Damit liegt die Börse vor Konkurrenten wie Binance, OKX und der CME.
Das Open Interest stieg von rund 3 Milliarden US-Dollar im Januar auf über 6 Milliarden US-Dollar im April. Institutionelle Anleger nutzen Bitcoin-Optionen zunehmend zur Absicherung in einem volatilen Marktumfeld. Kein Wunder, dass Bullish hier massiv Marktanteile gewinnt.
Kennzahlen und nächste Schritte
Im ersten Quartal 2026 erzielte Bullish einen bereinigten Umsatz von 92,8 Millionen US-Dollar. Das sind 49 Prozent mehr als im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 35,1 Millionen US-Dollar.
Die Aktie notierte zuletzt bei rund 25 US-Dollar. Analysten beobachten derweil die geplante Übernahme von Equiniti für 4,2 Milliarden US-Dollar. Wie sich dieser Deal auf die Kapitalstruktur auswirkt, bleibt abzuwarten.
Ein weiterer strategischer Schritt: Der Vorstand will alle 151 Millionen eigenen Aktien auf der Solana-Blockchain tokenisieren. Das Ziel ist eine effizientere Anteilsverwaltung. Die nächsten Quartalszahlen werden für September 2026 erwartet.
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