Die Aktie von Broadcom legte im vorbörslichen Handel am Donnerstag um rund 7 Prozent zu, nachdem das Unternehmen ambitionierte Prognosen für sein Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz vorgelegt hat. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Umsätze mit AI-Chips bis 2027 die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten werden. Damit dringt Broadcom in einen Markt vor, der bislang von Nvidia dominiert wird.
CEO Hock Tan kündigte an, dass Broadcom 2027 etwa 3 Gigawatt an Tensor Processing Units für AI-Aufgaben an Anthropic ausliefern will. Zudem plant das Unternehmen, den ersten AI-Chip von OpenAI mit einer Leistung von über 1 Gigawatt im selben Jahr auszuliefern. Diese Volumina rücken Broadcom näher an die Größenordnungen heran, die zuletzt Nvidia und AMD mit ihren AI-Chip-Deals erreicht haben.
Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen deutlich
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Broadcom einen Rekordumsatz von 19,3 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt mit 20,56 Milliarden Dollar gerechnet. Und auch das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,05 Dollar lag leicht über der Konsensschätzung von 2,03 Dollar.
Für das zweite Quartal stellt Broadcom Umsätze von etwa 22 Milliarden Dollar in Aussicht, was die Markterwartungen von 20,56 Milliarden Dollar deutlich übertrifft. Davon sollen allein 10,7 Milliarden Dollar auf das Geschäft mit KI-Chips entfallen. Zudem kündigte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Dollar bis Ende des Jahres an.
Analysten sehen Potenzial trotz anhaltender Skepsis
Analysten von Jefferies zeigten sich optimistisch und erklärten, Broadcom habe überzeugende Argumente dafür geliefert, dass die AI-Umsätze des Unternehmens schneller wachsen dürften als der Gesamtmarkt. Dennoch bleibt die Frage im Raum, ob die massiven Investitionen der großen Technologiekonzerne in AI-Infrastruktur ausreichende Erträge abwerfen werden, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen.
Große Technologieunternehmen wie Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta planen in diesem Jahr Ausgaben von über 600 Milliarden Dollar für den Aufbau von AI-Infrastruktur. Diese Investitionen treiben die Nachfrage nach Chips, Servern und Netzwerkausrüstung. Gleichzeitig haben Zweifel an der Rentabilität dieser Ausgaben in den vergangenen Wochen zu deutlichen Kursverlusten bei den wertvollsten Technologieaktien geführt.
Broadcom Inc. Aktie Chart
Die Aktie von Broadcom hat im laufenden Jahr bislang rund 8,3 Prozent verloren, während Nvidia etwa 2 Prozent im Minus liegt. Anleger dürften nun genau beobachten, wie sich die angekündigten Großaufträge in den kommenden Quartalen tatsächlich entwickeln und ob Broadcom seine ehrgeizigen Ziele für 2027 erreichen kann. Die Konkurrenz im Markt für KI-Chips bleibt intensiv, und es lässt sich noch nicht abschließend beurteilen, welche Anbieter langfristig die Nase vorn haben werden.
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