Knapp 1,8 Billionen Dollar Marktbewertung, zweistelliges Umsatzwachstum und Großverträge mit den mächtigsten Technologiekonzernen der Welt: Broadcom ist längst in der obersten Liga der globalen Tech-Industrie angekommen. Der Konzern hat sich über Jahre durch gezielte Übernahmen zu einem vollwertigen Tech-Konglomerat entwickelt. VMware, CA Technologies und Symantec gehören ebenso zum Portfolio wie ein breites Spektrum an Halbleiterlösungen für Rechenzentren, Netzwerke und Unternehmensinfrastruktur. Rund 60 Prozent des Umsatzes entfallen auf Halbleiterlösungen, 40 Prozent auf Infrastruktursoftware.
Der eigentliche Wachstumsmotor ist jedoch die Künstliche Intelligenz. Große Technologiekonzerne investieren jährlich dreistellige Milliardenbeträge in ihre KI-Infrastruktur. Ein erheblicher Teil davon fließt in maßgeschneiderte Chips, sogenannte Custom Silicon, weil handelsübliche GPUs zwar leistungsstark, aber mit Bruttomargen von über 70 Prozent auch entsprechend teuer sind. Genau hier hat Broadcom eine Schlüsselrolle eingenommen.
Milliardendeal mit Anthropic und Google
Broadcom hat sich als bevorzugter Partner für den Bau kundenspezifischer KI-Chips etabliert. Ein besonders bedeutendes Signal ist ein gemeinsamer Vertrag mit Anthropic und Google über die Entwicklung von Custom-TPU-Chips mit einer Gesamtleistung von 3,5 Gigawatt. Analysten schätzen, dass allein dieser Anthropic-Deal Broadcom bis 2027 rund 42 Milliarden Dollar an TPU-Erlösen einbringen könnte. Das Unternehmen selbst prognostiziert für 2027 KI-Umsätze von mehr als 100 Milliarden Dollar, was mehr als dem gesamten heutigen Jahresumsatz des Konzerns entspräche, und zwar allein pro Quartal.
Broadcom Aktie Chart
Starke Zahlen, hohes Tempo
Die jüngsten Quartalsergebnisse untermauern diesen Ausblick. Broadcom erzielte zuletzt 19,3 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn legte um 34 Prozent zu. Der annualisierte freie Cashflow liegt bei rund 32 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen rund 22 Milliarden Dollar Umsatz bei einer bereinigten EBITDA-Marge von etwa 68 Prozent.
Bewertung bleibt die entscheidende Frage
Das aktuelle KGV von rund 67 klingt hoch. Angesichts der erwarteten Wachstumsgeschwindigkeit relativiert sich dieser Wert jedoch erheblich. Rechnet man die prognostizierten 2027er-Zahlen durch, könnte das KGV bereits auf unter 31 fallen, ohne dass Margenverbesserungen einkalkuliert werden. Das größte Risiko bleibt die Konzentration auf wenige Großkunden, deren Investitionsbudgets die gesamte Wachstumsthese tragen.
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