Broadcom-Aktie: Engpässe in der Lieferkette belasten!

Broadcom sieht sich durch Kapazitätsgrenzen bei TSMC und unerwartete Knappheit bei Leiterplatten herausgefordert. Kunden reagieren mit langfristigen Verträgen auf die angespannte Versorgungslage.

Auf einen Blick:
  • TSMC erreicht Produktionskapazitätsgrenzen durch KI-Chip-Nachfrage
  • Engpässe auch bei Lasern und Leiterplatten unerwartet aufgetreten
  • Kunden sichern sich Kapazitäten durch langfristige Verträge
  • TSMC plant Kapazitätsausbau bis 2027, Engpass bleibt 2026

Die Aktie von Broadcom steht vor Herausforderungen in der Lieferkette. Natarajan Ramachandran, Director of Product Marketing in der Physical Layer Products Division des Chip-Designers, erklärte am Dienstag gegenüber Reportern von Reuters in Taipeh, dass der Fertigungspartner TSMC an Kapazitätsgrenzen stoße. Die Nachfrage nach KI-Chips führt zu Engpässen, die sich auf die gesamte Tech-Industrie auswirken.

Ramachandran beschrieb die Situation deutlich: Noch vor wenigen Jahren hätte er die Kapazität von TSMC als „unendlich“ bezeichnet. Nun jedoch zeige sich ein anderes Bild. TSMC plane zwar, die Kapazitäten bis 2027 zu erhöhen, doch für 2026 bleibe die Situation angespannt und die Lieferkette werde dadurch belastet.

Engpässe reichen über Chips hinaus

Die Probleme beschränken sich nicht nur auf die Chip-Produktion selbst. Ramachandran wies darauf hin, dass trotz mehrerer Anbieter in der Industrie deutliche Versorgungsengpässe im Bereich der Laser bestehen. Besonders überraschend sei jedoch ein weiterer Engpass aufgetreten: Leiterplatten, auch als PCBs bekannt, hätten sich als unerwarteter Flaschenhals erwiesen.

Sowohl taiwanische als auch chinesische Hersteller von Leiterplatten kämpfen mit Kapazitätsbeschränkungen, was zu längeren Lieferzeiten führt. Diese Entwicklung dürfte viele in der Branche überrascht haben, da PCBs traditionell nicht als knappe Ressource galten.

Broadcom Aktie Chart

Langfristige Verträge als neue Normalität

Als Reaktion auf die angespannte Versorgungslage gehen viele Kunden dazu über, langfristige Vereinbarungen mit Zulieferern abzuschließen. Ramachandran berichtete, dass Unternehmen sich nun Kapazitätszusagen für drei bis vier Jahre sichern. Diese Strategie spiegelt das Bedürfnis nach Planungssicherheit wider.

Der Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics bestätigte diesen Trend in der vergangenen Woche. Das Unternehmen arbeitet mit wichtigen Kunden daran, von vierteljährlichen oder jährlichen Verträgen auf Laufzeiten von drei bis fünf Jahren umzusteigen. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr sich die Dynamik in der Halbleiterindustrie verändert hat.

TSMC selbst hatte im Januar erklärt, dass die Kapazitäten „sehr angespannt“ seien und das Unternehmen hart daran arbeite, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Der weltgrößte Auftragsfertiger produziert etwa 90 Prozent der weltweit fortschrittlichsten Chips und beliefert Großkunden wie Nvidia und Apple. Wie schnell sich die Situation entspannt, bleibt eine offene Frage für Investoren in Broadcom und die gesamte Halbleiterbranche.

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