Broadcom startet in eine verkürzte Handelswoche. Eigene Unternehmensnachrichten fehlen komplett. Stattdessen rücken eine anstehende Dividendenzahlung und wichtige US-Konjunkturdaten in den Mittelpunkt. Die Aktie steht nach jüngsten Verlusten an einer wichtigen charttechnischen Marke.
Zahltag nach Kursrutsch
Am Dienstag schüttet der Konzern seine Quartalsdividende aus. Aktionäre erhalten 0,65 US-Dollar je Anteilsschein. Das Geld fließt nach einem spürbaren Rücksetzer.
Am Freitag schloss das Papier bei 321,05 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von fast vier Prozent. Auf Wochensicht verlor der Titel knapp elf Prozent.
Die Jahresbilanz fällt dennoch positiv aus. Seit Januar steht ein Plus von gut acht Prozent auf der Anzeigetafel. Auf Zwölfmonatssicht beläuft sich der Gewinn auf rund 39 Prozent.
Fundamentaldaten bleiben stark
Mangels neuer Präsentationen orientiert sich der Markt an den jüngsten Quartalszahlen. Diese fielen äußerst robust aus. Der Umsatz kletterte im zweiten Geschäftsquartal um 48 Prozent. Er erreichte 22,18 Milliarden US-Dollar.
Der Nettogewinn sprang parallel dazu um 88 Prozent nach oben. Am Ende standen 9,31 Milliarden US-Dollar in den Büchern. Auch der freie Cashflow überzeugte mit über zehn Milliarden US-Dollar.
Für das Anfang August endende dritte Quartal bleibt das Management optimistisch. Der Vorstand peilt einen Umsatz von rund 29,4 Milliarden US-Dollar an. Die bereinigte operative Marge soll bei etwa 67 Prozent liegen.
Makro-Daten bestimmen den Takt
In dieser Woche fehlen Impulse aus dem Unternehmen. Daher blicken Händler verstärkt auf US-Wirtschaftsdaten. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie erscheint am Mittwoch.
Am Donnerstag folgt der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für den Juni. Diese Daten beeinflussen die Zinserwartungen massiv. Sie steuern damit den Risikoappetit für hoch bewertete Technologieaktien.
Die Handelswoche endet vorzeitig. Am Freitag bleiben die US-Börsen wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen.
Die 200-Tage-Linie rückt näher
Charttechnisch steht eine wichtige Entscheidung an. Die 200-Tage-Linie verläuft aktuell bei 310,50 Euro. Der Schlusskurs vom Freitag liegt nur noch 3,4 Prozent darüber.
Ein Bruch dieser langfristigen Unterstützung könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Der 50-Tage-Durchschnitt ist mit 354,29 Euro bereits weit entfernt. Die Aktie notiert gut neun Prozent unter diesem mittelfristigen Trendindikator.
Die Folge: Ein Test der 200-Tage-Linie wird immer wahrscheinlicher. Hält diese Marke in den kommenden vier Handelstagen, bietet sich eine Basis für eine Stabilisierung. Fällt sie, droht ein tieferer Rücksetzer vor den nächsten Quartalszahlen.
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