British American Tobacco Aktie: FDA lockert Vape-Regeln

Die US-Gesundheitsbehörde lockert die Regeln für Vapes und Nikotinbeutel. British American Tobacco profitiert von mehr Planbarkeit im wichtigen US-Markt.

Auf einen Blick:
  • FDA signalisiert mildere Gangart bei E-Zigaretten
  • Analysten sehen neue Chancen für BATs Vuse-Marke
  • Konzern setzt Aktienrückkäufe zur Gewinnstützung fort
  • BAT-Papier zeigt auf Jahressicht deutliches Plus

British American Tobacco bekommt Rückenwind aus Washington. Neue Signale der US-Gesundheitsbehörde FDA nehmen dem Markt für E-Zigaretten und Nikotinbeutel einen Teil der bisherigen Unsicherheit. Das verändert den Blick auf das US-Geschäft spürbar.

Besonders wichtig ist der neue Umgang mit nicht zugelassenen Produkten. Die FDA will bei bestimmten Vapes und Nikotin-Pouches offenbar mit mehr „enforcement discretion“ vorgehen, solange die Anträge die geforderten Standards erfüllen. Für etablierte Anbieter wie BATs Tochter Reynolds American öffnet das neue Spielräume.

FDA lockert den Druck

Der Kurswechsel markiert eine deutliche Abkehr von der früheren, deutlich strengeren Linie. Bisher standen vor allem Vorab-Genehmigungen im Fokus, um den Zugang junger Menschen zu E-Zigaretten zu begrenzen. Jetzt rückt stärker in den Vordergrund, dass Produkte unter bestimmten Bedingungen im Markt bleiben können.

Für BAT ist das mehr als eine regulatorische Feinheit. Analysten sehen dadurch neue Chancen für die Produktpalette der nächsten Generation. Dazu gehört auch die Möglichkeit, die Vape-Marke Vuse künftig in aromatisierten Varianten anzubieten, sofern die regulatorischen Hürden weiter sinken.

Analysten sehen mehr Potenzial

Die Reaktion der Analysten fiel freundlich aus. Barclays-Experte Pallav Mittal stufte BAT mit „Overweight“ ein und verwies auf die FDA-Änderung als wichtigen Treiber für den Absatz. Seine Logik ist klar: Weniger regulatorische Reibung bedeutet mehr Planbarkeit im lukrativen US-Markt.

Hinzu kommt das starke Wachstum bei Nikotinbeuteln. Genau dort könnte BAT von der neuen Umgebung profitieren. Gesundheitsverbände kritisieren die Lockerung zwar scharf, für große Marktführer schafft sie aber erst einmal ein berechenbareres Umfeld.

Rückkäufe stützen den Gewinn je Aktie

Parallel dazu hält BAT an seinem Kapitalrückführungsprogramm fest. Am 26. Mai kaufte der Konzern 562.557 eigene Aktien von Merrill Lynch International zurück. Die Transaktionen liefen zwischen dem 18. und 22. Mai.

Der gezahlte volumengewichtete Durchschnittspreis lag je nach Handelstag zwischen 4.936,63 Pence und 4.857,38 Pence. Die Aktien sollen eingezogen werden. Das senkt die Zahl der ausstehenden Papiere auf 2.168.097.856 und stützt damit rechnerisch den Gewinn je Aktie für die verbliebenen Anleger.

Die Aktie selbst bleibt volatil, zeigt aber weiter Stärke im größeren Bild. In Frankfurt notiert BAT bei 53,76 Euro, nach einem Tagesminus von 2,61 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten steht noch immer ein Plus von 34,74 Prozent zu Buche. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 57,18 Euro, also nur knapp unter dem aktuellen Niveau.

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