British American Tobacco: 620.000 Aktien eingezogen

BAT setzt auf Aktienrückkäufe und erhält Vertrauensbeweis aus dem Management. Der Tabakkonzern bestätigt die Jahresprognose und arbeitet am Schuldenabbau.

Auf einen Blick:
  • Umfangreicher Aktienrückkauf durch BAT
  • Vertrauensbeweis durch Manager-Angehörige
  • Jahresprognose für Umsatz und Gewinn bestätigt
  • Fokus auf Reduzierung der Verschuldung

British American Tobacco untermauert den eigenen Kurs. Der Tabakkonzern zieht eigene Aktien aus dem Verkehr. Parallel dazu greift das Umfeld des Top-Managements zu. Das sendet ein klares Signal an den Markt.

Rückkäufe stützen den Wert

Zwischen dem 1. und 5. Juni kaufte das Unternehmen gut 620.000 eigene Papiere zurück. Das Management vernichtet diese Aktien nun. Das verringert die Anzahl der ausstehenden Anteile. Für bestehende Aktionäre bedeutet das einen leichten Anstieg ihres Anteils am Unternehmen.

Die Transaktion lief über Merrill Lynch. Sie ist Teil einer groß angelegten Kapitalrückgabe. Bis Ende Juni darf BAT Millionen weitere Aktien erwerben. BAT ändert dabei die Meldepraxis. Der Konzern fasst die Käufe künftig wöchentlich zusammen.

Ein weiteres Detail stützt die Stimmung. Yulia Wheaton, eine Angehörige von Chief Corporate Officer Kingsley Wheaton, kaufte am 5. Juni BAT-Aktien. Sie investierte rund 15.500 britische Pfund. Die Summe ist überschaubar. Die Folge: Beobachter werten solche Käufe dennoch als Vertrauensbeweis.

An der Börse kommt das gut an. Die Aktie notiert aktuell bei 53,44 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von fast sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Auf Jahressicht beläuft sich der Gewinn auf gut 26 Prozent.

Fokus auf Schuldenabbau

Operativ bleibt der Konzern auf Kurs. Das Management bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. BAT erwartet ein Umsatzwachstum von maximal fünf Prozent. Der bereinigte operative Gewinn soll um bis zu sechs Prozent steigen. Das Unternehmen rechnet mit Werten am unteren Ende dieser Spannen.

Im Hintergrund arbeitet BAT am Schuldenabbau. Bis zum Jahresende peilt der Vorstand einen Verschuldungsgrad vom maximal 2,5-Fachen des operativen Ergebnisses an. Das schafft finanziellen Spielraum. Das Ziel: mehr Investitionen in rauchfreie Alternativen. Der klassische Zigarettenabsatz sinkt weiter.

Auch in der Führungsetage gibt es Bewegung. Am 1. September übernimmt Dragos Constantinescu den Posten als Executive Director. Er kommt vom Getränkekonzern Asahi. Zuvor verbrachte er bereits 16 Jahre bei BAT. Er kennt die internen Strukturen genau.

Der Fokus richtet sich nun auf die Umsetzung der Jahresziele. Erreicht BAT die anvisierte Schuldenquote bis Dezember, festigt das die Bilanz weiter. Das laufende Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs bis Ende Juni zusätzlich nach unten ab.

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