Die Aktie von Brink’s geriet am Donnerstag im nachbörslichen Handel unter Druck und verlor rund 6 Prozent auf 128 Dollar. Auslöser war die Ankündigung, den Anbieter von digitalen Selbstbedienungslösungen NCR Atleos für etwa 6,6 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Während Anleger bei NCR Atleos mit einem Kurssprung von etwa 10 Prozent reagierten, scheint die Größenordnung des Deals bei Brink’s für Verunsicherung zu sorgen.
Die Transaktion sieht vor, dass Brink’s für jede ausstehende Aktie von NCR Atleos 30 Dollar in bar sowie 0,1574 Brink’s-Aktien zahlt. Auf Basis des Schlusskurses von Brink’s vom 25. Februar bei 129,58 Dollar ergibt sich ein impliziter Wert von 50,40 Dollar je NCR-Atleos-Aktie. Dies entspricht einer Prämie von etwa 24 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von NCR Atleos am selben Tag.
Komplexe Finanzierungsstruktur mit hoher Schuldenlast
Der Deal umfasst 13,3 Millionen Brink’s-Aktien und 2,2 Milliarden Dollar in bar. Hinzu kommt die Übernahme von Verbindlichkeiten von NCR Atleos in Höhe von etwa 2,6 Milliarden Dollar. Nach Abschluss der Transaktion werden die bisherigen Aktionäre von Brink’s rund 78 Prozent der Anteile am kombinierten Unternehmen halten, während NCR-Atleos-Aktionäre etwa 22 Prozent besitzen werden.
Das neue Unternehmen soll einen Gesamtumsatz von etwa 10 Milliarden Dollar generieren. Mark Eubanks, derzeit CEO von Brink’s, wird die Führung des fusionierten Konzerns übernehmen. Kurt McMaken bleibt als Finanzvorstand an Bord. Der Transaktionsabschluss wird für das erste Quartal 2027 erwartet.
The Brink's Company Aktie Chart
Strategische Ergänzung im Bereich Selbstbedienungslösungen
NCR Atleos unterstützt Finanzinstitute bei der Verbesserung ihrer operativen Effizienz und ermöglicht Verbrauchern digitale Selbstbedienungslösungen. Für Einzelhändler treibt das Unternehmen Kundenfrequenz voran. Brink’s selbst bietet bereits Dienstleistungen im Bereich Geldautomaten-Management an, sodass sich beide Geschäftsmodelle ergänzen dürften.
Parallel zur Übernahmeankündigung genehmigte Brink’s ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 750 Millionen Dollar. Inwieweit dieses Programm Anleger beruhigen kann, bleibt abzuwarten. Die Frage dürfte sein, wie schnell das kombinierte Unternehmen Synergien heben und die übernommene Schuldenlast bewältigen kann.
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