Die BRANICKS Group hat zentrale Weichen für die Umsetzung ihres Sanierungskonzepts gestellt. Am Donnerstag erzielte das Unternehmen eine Einigung mit wesentlichen Gläubigern, wodurch bestehende Hürden für den Restrukturierungsplan beseitigt wurden.
Parallel dazu nahmen zwei neu gewählte Aufsichtsratsmitglieder ihre Mandate an. An den Finanzmärkten stand der Titel vor dem Wochenende dennoch unter erheblichem Druck: Am Freitag gab die Aktie um 15 Prozent auf 0,3740 Euro nach.
Neuer Zeitplan bis Frühjahr 2027
Nach der Verständigung mit der Gläubigerseite peilt der Vorstand konkrete Vollzugsfristen an. Die Gesellschaft erwartet die planmäßige Umsetzung der Sanierungsvereinbarung zum 31. Dezember 2026. Sollten sich einzelne Schritte verzögern, gilt der 31. März 2027 als spätester Termin für den Vollzug.
Zuvor hatte das Unternehmen mit schweren Verwerfungen zu kämpfen. Vor gut einer Woche blockierten Aktionäre Beraterverträge auf einer außerordentlichen Hauptversammlung. Der Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 4 verfehlte damals die erforderliche Zustimmung.
In der Folge hatten die gewählten Aufsichtskandidaten Danne und Conradi zunächst erklärt, ihre Wahl noch nicht anzunehmen. Die Gesellschaft warnte damals vor einer unmittelbaren Gefährdung des weiteren Fortbestands.
Rechtliche Stabilität im Aufsichtsrat
Mit der jüngsten Gläubigereinigung traten auch die beiden Aufsichtsräte ihr Amt an. Danne und Conradi nahmen ihre Wahl nach dem Kompromiss offiziell an. Damit ist das Kontrollgremium des Unternehmens wieder handlungsfähig besetzt.
Der Schritt verschafft dem Konzern den notwendigen organisatorischen Rückhalt für die weiteren Sanierungsmaßnahmen. Die Gremien können die anstehenden Schritte nun formal begleiten und die Umsetzung der Vereinbarungen überwachen.
Parallel zur Verständigung läuft die finanzielle Restrukturierung der Verbindlichkeiten weiter. Die Laufzeit der Unternehmensanleihe über 400 Millionen Euro war zuvor formal bis zum 31. Dezember 2026 verlängert worden. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht eine Option auf eine Verlängerung bis Ende März 2027. Eine Abstimmung der Gläubiger der Anleihe 2021/2026 über eine umfassende Neuordnung läuft im Zeitraum vom 17. bis zum 19. Oktober 2026.
Das Papier bleibt nach den heftigen Kursschwankungen schwer gezeichnet und verzeichnet seit Jahresanfang einen Verlust von 78 Prozent.
BRANICKS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BRANICKS-Analyse vom 18. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten BRANICKS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BRANICKS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
