Die Laufzeitverlängerung der 400-Millionen-Euro-Anleihe ist vollzogen. Für die Gläubiger markiert das nur eine Zwischenetappe, denn die eigentliche Restrukturierung steht erst noch bevor.
Formaler Vollzug am 5. Oktober
Die Anleihegläubiger hatten die Änderungen der Anleihebedingungen bereits Mitte August in einer Abstimmung ohne Versammlung beschlossen. Am 5. Oktober wurden sie nun formal umgesetzt: Die Globalurkunde beim Clearingsystem wurde entsprechend ergänzt. Die Anleihe läuft damit bis zum 31. Dezember 2026.
Eine weitere Verlängerung bis zum 31. März 2027 ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Der Handel mit dem Papier an der Luxemburger Börse soll in Kürze wieder aufgenommen werden.
Nächste Abstimmung im Oktober
Der entscheidende Schritt folgt zeitnah. Vom 17. bis 19. Oktober sind die Gläubiger erneut zur Stimmabgabe ohne Versammlung aufgerufen. Gegenstand ist eine umfassende Restrukturierung der Anleihe samt grundlegender Änderung der Anleihebedingungen. Vorgesehen ist unter anderem eine weitere Laufzeitverlängerung bis 2030.
Die Aufforderung zur Stimmabgabe erschien am 2. Oktober im Bundesanzeiger und auf der Unternehmenswebsite. BRANICKS will den Kapitalmarkt über den weiteren Fortgang der Restrukturierung informieren.
Einordnung
Die jetzt vollzogene Verlängerung verschafft dem Immobilienkonzern vor allem Zeit. Eine Rückzahlung der Anleihe zum ursprünglichen Termin ist damit vom Tisch, die langfristige Lösung steht aber noch aus. Sie hängt vom Votum der Gläubiger im Oktober ab.
Zum Stichtag 30. Juni 2026 betreute die Gesellschaft Immobilien mit einem Marktwert von 10,1 Milliarden Euro. Dieses Portfolio bildet die Basis, auf der die Restrukturierung aufsetzt. Das Ergebnis der Abstimmung vom 17. bis 19. Oktober dürfte zeigen, ob die Gläubiger dem Konzept bis 2030 folgen.
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