Bper Banca: Sondrio-Integration abgeschlossen

Die Fusion mit der Banca Popolare di Sondrio ist vollzogen. Bper Banca festigt damit seine Position im italienischen Bankenmarkt mit über 420 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen.

Auf einen Blick:
  • Übernahme von Banca Popolare di Sondrio abgeschlossen
  • Verwaltetes Vermögen übersteigt 420 Milliarden Euro
  • Marktanteil in der Lombardei steigt auf 18 Prozent
  • Erste Quartalszahlen nach Fusion folgen im Mai

Bper Banca hat die Übernahme der Banca Popolare di Sondrio offiziell abgeschlossen. Damit festigt das Institut seine Position als Schwergewicht im italienischen Bankensektor. Nach der Offerte Anfang 2025 ist die operative Zusammenführung nun beendet.

Fokus auf den wirtschaftlich starken Norden

Das neue Gebilde betreut sechs Millionen Kunden. Rund 23.000 Mitarbeiter sind in einem Netzwerk von 2.000 Filialen tätig. Das verwaltete Vermögen übersteigt mittlerweile die Marke von 420 Milliarden Euro.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Industriedichte im Norden Italiens. In Sondrio entstand die neue Regionaldirektion für die Lombardei. Luca Romellini leitet diese Einheit mit 200 Filialen und 1.000 Angestellten.

Die Strategie zahlt sich bei der Marktabdeckung aus. In der Lombardei erreicht Bper Banca nun einen Marktanteil von 18 Prozent. Landesweit kommt das Institut auf elf Prozent. Ein deutlicher Zuwachs.

Stille Tage vor den Quartalszahlen

Aktuell herrscht im Konzern eine sogenannte Silent Period. Seit dem 22. April verzichtet das Management auf Finanzkommunikation. Die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 folgen im Mai.

Die Übernahme von Sondrio reiht sich in eine Serie strategischer Zukäufe ein. Zuvor integrierte die Gruppe bereits Institute wie Carige oder Teile von UBI-Intesa Sanpaolo. Parallel dazu berät die Bank derzeit die Übernahme von B.F. S.p.A.

Ein neuer Industrieplan soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen. Bis dahin liegt der Fokus auf der Konsolidierung der neuen Strukturen. Anleger erhalten im Mai erste Einblicke in die operative Entwicklung nach der Fusion.

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