BP bemüht sich um eine Entspannung an einem zentralen Verarbeitungsstandort in den Vereinigten Staaten. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, hat der Energiekonzern einen Sechsjahresvertrag für die Beschäftigten seiner Raffinerie in Whiting im Bundesstaat Indiana vorgeschlagen. Die Gespräche mit der Gewerkschaft United Steelworkers Local 7-1 dauern an, um den monatelangen Tarifkonflikt beizulegen.
Wichtiger Verarbeitungsstandort im Fokus
Die Raffinerie in Whiting verfügt über eine Verarbeitungskapazität von 440.000 Barrel pro Tag und zählt damit zu den bedeutendsten Anlagen im US-Netz des Konzerns. Die Belegschaft war dort seit März ausgesperrt. Ein Abschluss des mehrjährigen Abkommens würde dem Standort wieder verlässliche Arbeitsbedingungen sichern.
Für das Management besitzt die Einigung an diesem Standort strategische Relevanz. Länger andauernde Arbeitskämpfe an Schlüsselstellen der Versorgung bergen stets Risiken für Betriebsabläufe und Marktposition. Eine vertragliche Bindung über sechs Jahre würde an dieser Stelle für langfristige Planungssicherheit sorgen.
Impulse von Analysten und M&A-Personalie
Am Kapitalmarkt wird die Entwicklung des Konzerns wohlwollend begleitet. Medienberichten zufolge hob das Analysehaus TD Cowen am 28. September das Kursziel für die Aktie von 41 auf 47 $ an und behielt die Einstufung auf „Buy“ bei.
Parallel dazu stellt das Unternehmen personelle Weichen für künftige Transaktionen. Laut Reuters ernannte BP den ehemaligen JPMorgan-Banker Ben Monaghan zum Senior Vice President für Fusionen, Übernahmen und Geschäftsentwicklung. Monaghan wird diese Funktion Anfang 2027 antreten.
Aktivitäten im internationalen Portfolio
Gleichzeitig bleibt das internationale Projektportfolio in Bewegung. Medienberichten zufolge gab es in Ägypten Einwände gegen einen geplanten Verkauf von Gas-Vermögenswerten an Energean mit einem Volumen von rund 1 Milliarde $. Eine Bestätigung oder ein Vollzug dieser Transaktion steht allerdings aus.
Dafür meldete das ägyptische Erdölministerium am Mittwoch Fortschritte bei den bestehenden Förderaktivitäten. Demnach setzt BP ein Bohrprogramm über vier Quellen fort, das mit 700 Millionen $ unterlegt ist. Die Quelle Fayoum-4 nahm im September die Produktion auf und liefert täglich rund 80 Millionen Kubikfuß Gas.
Aktie behauptet Jahresgewinne
Die Geschäftsnachrichten treffen auf ein solides Umfeld an den Finanzmärkten. Im europäischen Handel schloss die Aktie am Freitag bei 6,59 €. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Plus von 34 %. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 7,01 € fehlen dem Titel derzeit nur wenige Prozentpunkte.
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