BP hat den Verkauf der Raffinerie Gelsenkirchen und der damit verbundenen Geschäftsbereiche an die Klesch-Gruppe abgeschlossen. Der Eigentümerwechsel ist damit vollzogen.
Zum Geschäft gehören der integrierte Raffinerie- und Petrochemiekomplex mit den Standorten Horst und Scholven sowie das Tanklager Bottrop. Die Beschäftigten der Raffinerie und der zugehörigen Geschäftsbereiche wechseln ebenfalls zu Klesch.
BP-Aktie: Verkauf soll Kosten deutlich senken
Für BP ist der Verkauf Teil der Strategie, das eigene Portfolio zu vereinfachen und Kapital gezielter einzusetzen. Nach Angaben des Konzerns dürfte die Transaktion dazu beitragen, die zugrunde liegenden operativen Kosten um rund 1 Milliarde US-Dollar zu senken. Gleichzeitig soll sich der Verkauf positiv auf den freien Cashflow auswirken. Über den konkreten Verkaufspreis haben die beteiligten Unternehmen keine Angaben gemacht.
Mit dem Abschluss gehen auch die mit dem Geschäft verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf die Klesch-Gruppe über. Dazu gehören unter anderem Pensionsverpflichtungen und weitere Rückstellungen. Für BP bedeutet der Schritt damit nicht nur den Rückzug aus einem einzelnen Raffineriestandort, sondern eine weitere Straffung des Geschäftsbereichs rund um die Verarbeitung und Vermarktung von Ölprodukten.
BP-Aktie: Konzentration auf strategisch wichtige Raffinerien
BP behält trotz des Verkaufs ein internationales Raffinerieportfolio. Dazu gehören weiterhin fünf Standorte in wichtigen Märkten: Cherry Point und Whiting in den USA, Castellón in Spanien, Rotterdam in den Niederlanden und Lingen in Deutschland. Gelsenkirchen fällt damit aus dem Portfolio heraus, während BP seine verbleibenden Anlagen stärker auf deren Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Bedeutung ausrichten kann.
Für Anleger ist der Verkauf deshalb vor allem unter dem Gesichtspunkt der Portfoliooptimierung relevant. BP reduziert die Zahl seiner Raffinerien, senkt damit verbundene Kosten und kann Kapital stärker auf die Geschäftsbereiche und Standorte konzentrieren, in denen der Konzern langfristig die besseren Renditechancen sieht. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen über sein Tankstellengeschäft unter der Marke Aral und weitere Geschäftsbereiche weiterhin eng im deutschen Markt vertreten.
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