Die BP-Aktie gehört am Montagvormittag mit einem Kursverlust von drei Prozent zu den schwächsten Werten unter den europäischen Großkonzernen und fällt fast auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Was steckt hinter dem Kursverlust des Öl- und Gaskonzerns zum Wochenauftakt?
Der Ölpreis geht nach unten
Auslöser des Kursverlustes der BP-Aktie zum Wochenbeginn ist der vorläufige Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran. Am Wochenende haben sich die beiden Länder auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die Kampfhandlungen werden beendet und in wenigen Tagen soll die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden.
Diese Nachricht führte postwendend zu einem Einbruch des Ölpreises. Ein Barrel der Sorte Brent kostete am Montagmorgen nur noch 82 US-Dollar — so viel wie seit Anfang März nicht mehr. Im Frühjahr stieg der Ölpreise noch auf Spitzenwerte von fast 120 Dollar.
Da die Profitabilität von Ölkonzernen wie BP direkt an die globalen Rohstoffpreise gekoppelt ist, reagieren Investoren mit Gewinnmitnahmen. Ähnliche Verluste erleiden deshalb auch alle anderen großen europäischen Ölmultis wie Shell und TotalEnergies.
Bleibt er auch unten?
Ob aus dem Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran auch ein nachhaltiger Frieden wird, werden erst die kommenden Wochen zeigen. Die beiden verfeindeten Staaten wollen zwei Monate Friedensverhandlungen miteinander führen, in denen alle zentralen Zukunftsfragen endgültig geklärt werden sollen, darunter auch der zukünftige Status der Straße von Hormus.
Es ist deshalb noch lange keine ausgemachte Sache, dass sich der Ölpreis in den kommenden Wochen und Monaten wieder auf dem Vorkriegsniveau von 60 bis 70 US-Dollar je Barrel einpendeln wird.
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