BP-Aktie: Kommt jetzt der große Knall?

Eine Investorengruppe erhöht den Druck auf BP und droht mit rechtlichen Schritten, um eine Klimastrategie-Resolution auf die Tagesordnung der Hauptversammlung zu setzen.

Auf einen Blick:
  • Investorenallianz fordert Offenlegung der Klimastrategie
  • Rechtliche Auseinandersetzung um Resolution droht
  • BP verteidigt Kurs im klassischen Öl- und Gasgeschäft
  • Kritik an reduzierten Investitionen in Öko-Technologien

Während die BP-Aktie am Montag wegen des Iran-Kriegs weiter zulegen konnte und auf 1-Monats-Sicht nun mit 21 % im Plus steht, wird der Ölkonzern erneut mit Widerstand einiger Investoren konfrontiert.

BP-Aktie: Einige Aktionäre wollen Klimastrategie-Resolution durchsetzen

So hat laut Reuters eine Allianz aus dem Aktivistenbündnis Follow This und europäischen Investoren mit rund 1 Billion US‑Dollar verwaltetem Vermögen den Druck auf BP erhöht. Die Gruppe fordert, dass der Ölkonzern bis 1. April eine Klimastrategie‑Resolution auf die Tagesordnung der Hauptversammlung setzt. Sollte BP dies verweigern, wollen die Investoren gerichtlich erzwingen, dass der Beschluss zugelassen wird.

Die Resolution verlangt, dass BP offenlegt, wie das Unternehmen seine langfristige Strategie an Szenarien mit sinkender Öl‑ und Gasnachfrage anpasst. BP hat den Antrag jedoch nicht in die offizielle Einladung zur HV aufgenommen. Laut einem Schreiben der von Follow This beauftragten Kanzlei Mishcon de Reya könnte BP damit gegen Aktionärsrechte nach dem UK Companies Act 2006 verstoßen.

Follow‑This‑Gründer Mark van Baal spricht von einem Präzedenzfall für die Aktionärsdemokratie im Vereinigten Königreich: Wenn BP eine formal gültige Resolution blockieren könne, könnten es demnach andere FTSE‑100‑Konzerne ebenso tun.

BP verteidigt sich mit dem Hinweis, der Antrag sei rechtlich unwirksam, selbst wenn er angenommen würde. Die Hauptversammlung findet am 23. April statt. Ein ähnlicher Antrag wurde auch für die Shell‑HV am 19. Mai eingereicht.

BP-Aktie: Kurzfristige Renditen vs. langfristige Zukunftsfähigkeit

Hintergrund sind die Bedenken einiger Aktionäre hinsichtlich der langfristigen Perspektive des Ölkonzerns im Zuge der Energiewende. Das Management hatte zuletzt sein Engagement im klassischen Kerngeschäft rund um Öl und Gas ausgebaut, während die Investitionen in ökologische Technologien gedrosselt wurden.

Kritiker sehen darin eine Gefahr für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns. Auf der anderen Seite sorgen die Öl- und Gas-Assets für kurzfristig hohe Margen und Renditen. Mit Blick auf die Folgen des Iran-Kriegs wird dies aktuell besonders deutlich.

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