BP hält am integrierten Öl- und Gasgeschäft fest. Vorstandschefin Meg O’Neill erklärte am Freitag laut Reuters, die Beratungen im Verwaltungsrat hätten die Notwendigkeit dieses Modells bekräftigt. Zugleich bestritt sie, dass das Unternehmen über eine Aufspaltung gesprochen habe.
Verwaltungsrat und Mittelverwendung im Fokus
Am Mittwoch hatten Medienberichte einzelnen Verwaltungsratsmitgliedern eine Präferenz für eine mögliche Aufspaltung zugeschrieben. Dem Bericht zufolge war jedoch weder eine Entscheidung gefallen noch das Thema formell im gesamten Verwaltungsrat besprochen worden. Ein BP-Sprecher bezeichnete den Bericht als kategorisch falsch.
Bei der Mittelverwendung will BP überschüssigen Cashflow vorrangig dafür einsetzen, seine verbleibenden Verpflichtungen aus Deepwater Horizon vollständig zu begleichen. Diese Priorität nannte das Unternehmen am Freitag.
Bereits am 23. Oktober hatten BP und der US-Bundesstaat Louisiana vereinbart, zwei langjährige Angelegenheiten im Zusammenhang mit Deepwater Horizon beizulegen. Die Vereinbarung sieht eine beschleunigte Auszahlung von Vergleichsmitteln an den Bundesstaat vor und regelt die noch verbliebenen Angelegenheiten mit Louisiana.
Exploration vor Brasilien geht weiter
Eine operative Nachricht kam am Mittwoch aus Brasilien: BP meldete Kohlenwasserstoffe in der Tiefsee-Explorationsbohrung Tupinambá im Santos-Becken. Das Unternehmen betreibt den Block und hält daran einen Anteil von 50%.
Die Bewertung des Abschnitts oberhalb der Salzschicht dauerte nach Unternehmensangaben noch an. Gleichzeitig liefen die Bohrarbeiten in Richtung des unter der Salzschicht liegenden Abschnitts weiter.
Für das dritte Quartal 2026 meldete BP einen bereinigten Wiederbeschaffungsgewinn von 8,458 Milliarden $. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es 2,210 Milliarden $. Der operative Cashflow belief sich auf 14,8 Milliarden $. Die Nettoverschuldung sank auf 13,9 Milliarden $.
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