BP zieht sich aus einem weiteren Explorationsprojekt vor der kanadischen Küste zurück. Der britische Ölkonzern verkauft seinen Anteil am Bay-du-Nord-Projekt an Partner Equinor — ein weiterer Baustein in der Strategie, das Portfolio zu straffen.
Vereinfachung als Leitmotiv
Bay du Nord liegt rund 500 Kilometer vor der Küste von Neufundland und Labrador, mitten im Flemish Pass Basin. BP hielt dort Anteile an zehn Lizenzen mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 37,212 Prozent, Equinor fungierte bereits als Betreiber. Finanzielle Details zur Transaktion nannte BP nicht.
Konzern-Vize Gordon Birrell begründete den Schritt mit strikter Kapitaldisziplin. Man sei stolz auf die Partnerschaft mit Equinor, wolle das Kapital aber dorthin lenken, wo es den größten Wert für BP schafft. Die Formulierung passt zum Muster der vergangenen Monate: BP baut nicht-strategische Positionen ab, um Mittel auf Kernprojekte zu konzentrieren.
Ganz raus aus der Region zieht sich BP allerdings nicht. Der Konzern hält weiterhin 100 Prozent an zwei separaten Explorationslizenzen vor Neufundland und Labrador. Der Ausstieg betrifft also gezielt das Bay-du-Nord-Engagement, nicht das gesamte kanadische Offshore-Geschäft.
Für Equinor bedeutet der Deal eine Konsolidierung der eigenen Position im Projekt — der norwegische Konzern übernimmt den frei werdenden Anteil und baut seine Kontrolle über Bay du Nord damit weiter aus. Für BP reiht sich der Verkauf in eine Serie von Portfoliobereinigungen ein, mit denen das Unternehmen seine Kapitalallokation auf renditestärkere Projekte fokussieren will.
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