Der britische Energiekonzern BP profitiert massiv von hohen Ölpreisen. Das operative Geschäft brummt. Parallel dazu wächst der Druck der Investoren auf die strategische Ausrichtung. Ein klarer Kontrast prägt den Start in das Jahr 2026.
Starke Zahlen dank Ölhandel
Für das erste Quartal meldet BP einen bereinigten Gewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar. Das übertrifft das Vorquartal deutlich. Der Umsatz kletterte auf 52,26 Milliarden Dollar. Den starken Jahresauftakt verdankt der Konzern vor allem dem florierenden Ölhandel. Auch das Midstream-Geschäft lieferte überdurchschnittliche Beiträge.
Aktionäre stoppen Management-Pläne
Auf der Hauptversammlung im April erlebte die Führungsetage eine seltene Niederlage. Das Management wollte die Berichterstattung zu Klimazielen reduzieren. Die Investoren lehnten dies mit einer knappen Mehrheit ab. Auch der Plan für rein virtuelle Aktionärstreffen scheiterte am Veto der Anteilseigner.
Hinzu kommt eine wachsende Skepsis bei fossilen Investitionen. Mehr als ein Viertel der Aktionäre fordert strengere Vorgaben für Öl- und Gasprojekte. Die neue Vorstandschefin Meg O’Neill muss diesen Spagat nun meistern. Sie übernahm den Posten erst Anfang April.
Rückenwind vom Ölmarkt
Das Marktumfeld spielt BP derweil in die Karten. Der Preis für die Nordseesorte Brent notiert über 110 Dollar je Barrel. Analysten der Citigroup halten kurzfristig sogar einen Anstieg auf 120 Dollar für möglich. Geopolitische Risiken stützen diesen Trend.
An der Börse spiegelt sich diese Stärke wider. Kein Wunder. Die BP-Aktie handelt aktuell bei 6,57 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von rund 29 Prozent. Damit bewegt sich der Kurs nah am Jahreshoch.
Für den weiteren Jahresverlauf dämpft BP jedoch die Erwartungen an die Fördermengen. Das Unternehmen rechnet mit einer geringeren Produktion. Grund dafür sind anhaltende Störungen im Nahen Osten. Einkommensinvestoren können sich indes auf den Juni freuen. Dann zahlt BP eine bestätigte Quartalsdividende von knapp 50 US-Cent je Aktie.
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