BP geriet am Mittwoch mit anderen Energiewerten unter Druck, als die Ölpreise wegen Hoffnungen auf eine Verständigung zwischen den USA und Iran sanken. Rystad Energy erklärte, das Ergebnis der US-Zwischenwahlen könnte die Chancen auf eine solche Einigung erhöhen.
Medienberichten zufolge hatten bereits am Montag Erwartungen an Fortschritte bei einer diplomatischen Lösung den Brent-Preis belastet. BP gehörte dabei zusammen mit Shell und Ithaca Energy zu den frühen Verlierern im FTSE 100. Über sieben Tage verlor die BP-Aktie 11%.
Beteiligungsverkäufe bringen zusätzliche Erlöse
Abseits des Ölpreisrückgangs hat BP mehrere Beteiligungsverkäufe abgeschlossen. Stonepeak vollzog am Montag den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung von 65% an Castrol von BP. Der Konzern behielt einen Minderheitsanteil von 35%.
Beim ebenfalls abgeschlossenen Verkauf eines Anteils von 5% an Aker BP erzielte BP einen Bruttoerlös von rund NOK 9,83 Milliarden. Die verbleibende Beteiligung beträgt nach Unternehmensangaben etwa 10,9%.
Für die restlichen Aktien gilt eine Haltefrist von 90 Tagen. BP erwartet für 2026 Erlöse aus Veräußerungen und sonstige Einnahmen von rund $9 Milliarden. Das sind nach Angaben des Unternehmens rund $1 Milliarde mehr als zuvor prognostiziert.
Quartalszahlen als weiterer Hintergrund
Bei den vor gut einer Woche veröffentlichten Quartalszahlen meldete BP einen bereinigten Wiederbeschaffungskosten-Gewinn von $8,46 Milliarden. Die Analystenerwartung hatte bei $7,33 Milliarden gelegen. Als Beiträge zum Ergebnis nannte der Konzern ein starkes Handelsgeschäft mit Gas und im Marketing sowie deutlich höhere Raffineriemargen.
Die Nettoverschuldung lag zum Ende des dritten Quartals 2026 bei $13,9 Milliarden. Zum Jahresende 2025 hatte sie $22,2 Milliarden betragen. Zugleich wies BP negative Wertminderungseffekte vor Steuern von netto $4,1 Milliarden aus.
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