Bowman Consulting: 43 Dollar je Aktie von Bernhard Capital

Bernhard Capital übernimmt Bowman Consulting für rund eine Milliarde Dollar. Aktionäre erhalten 43 Dollar je Aktie, ein Aufschlag von 58 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Übernahmeangebot von 43 Dollar je Aktie
  • 58 Prozent Prämie auf Schlusskurs
  • Verwaltungsrat stimmt einstimmig zu
  • Go-Shop-Frist bis September 2026

Bowman Consulting verlässt das Börsenparkett. Der Finanzinvestor Bernhard Capital Partners kauft den US-Ingenieurdienstleister für rund eine Milliarde US-Dollar. Aktionäre erhalten eine saftige Prämie.

Bernhard Capital zahlt 43,00 US-Dollar je Aktie in bar. Das Angebot liegt 58 Prozent über dem letzten unbeeinflussten Schlusskurs. Die Bewertung spiegelt einen Unternehmenswert von etwa einer Milliarde US-Dollar wider.

Der Verwaltungsrat hat dem Vorhaben bereits einstimmig zugestimmt. Wichtige Anteilseigner mit rund 15,3 Prozent der Stimmrechte unterstützen den Verkauf. Nach Abschluss des Geschäfts wird die Aktie von der Nasdaq-Börse genommen.

Hintertür für Bieterwettstreit

Das Abkommen enthält eine Besonderheit. Eine 35-tägige „Go-Shop“-Frist erlaubt es Bowman, aktiv nach besseren Angeboten zu suchen. Diese Frist endet im September 2026.

Identifiziert das Unternehmen in dieser Zeit einen attraktiveren Käufer, kann es den Vertrag kündigen. In diesem Fall fiele eine Trennungsgebühr an. Ohne alternative Gebote soll der Deal um den Jahreswechsel 2026/2027 abgeschlossen sein.

Rekord-Auftragsbestand trotz Gewinnrückgang

Parallel dazu legte Bowman Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Der Bruttoumsatz stieg um fast 20 Prozent auf 146,1 Millionen US-Dollar. Die Netto-Abrechnungen kletterten ebenfalls auf knapp 129 Millionen US-Dollar.

Das bereinigte EBITDA erreichte 24,1 Millionen US-Dollar. Die entsprechende Marge lag bei 18,7 Prozent. Der Nettogewinn sank hingegen auf 2,5 Millionen US-Dollar.

Der Auftragsbestand erreichte mit 659 Millionen US-Dollar einen Höchststand. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Nettoumsatz von bis zu 540 Millionen US-Dollar. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei mindestens 17,2 Prozent liegen.

Der Abschluss der Übernahme hängt nun von der Zustimmung der Aktionärsmehrheit ab. Auch die behördlichen Genehmigungen stehen noch aus. Die geplante Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen entfällt aufgrund der laufenden Transaktion.

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