Bougainville Copper-Aktie: Schicht im Schacht?

Nach einem Kurssturz um 65% von Montag bis Mittwoch kann sich die Bougainville Copper-Aktie am Donnerstag um über 20% erholen. Was steckt hinter den Kurskapriolen?

Auf einen Blick:
  • Entzug der Explorationslizenz für das Panguna-Kupfer- und Goldprojekt
  • Lizenz geht an regierungseigene Gesellschaft
  • Rohstoffunternehmen besitzt de facto keinen operativen Wert mehr

Die Kursentwicklung der Bougainville Copper-Aktie ist dieser Tage nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Von Montag bis Mittwoch crashte der Kurs des Kupferproduzenten um rund 65 Prozent. Am Donnerstag kann sich der Aktienkurs von Bougainville wieder um über 20 Prozent erholen. Was ist da bloß los?

Eine existenzbedrohende Nachricht

Auslöser des Crashs der Bougainville Copper-Aktie zum Wochenbeginn war eine existenzbedrohende Nachricht aus Papua-Neuguinea. Die autonome Regierung von Bougainville hat Bougainville Copper offiziell die Explorationslizenz für das weltberühmte Panguna-Kupfer- und Goldprojekt entzogen und die Erlaubnis widerrufen.

Panguna ist eine der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Lagerstätten der Erde (geschätzte 5,3 Millionen Tonnen Kupfer und über 19 Millionen Unzen Gold). Da Bougainville Copper im Grunde eine Mantelgesellschaft ist, die ausschließlich dieses eine, seit 1989 stillstehende Projekt reaktivieren wollte, bricht dem Unternehmen damit die gesamte Geschäftsgrundlage weg.

Die Lizenz für den Betrieb der Mine geht nun an ein regierungseigenes Unternehmen. Eine neue, 25 Jahre gültige Bergbaulizenz wurde umgehend an Bougainville Minerals Ltd. vergeben. Das ist eine Gesellschaft, die direkt von der lokalen Regierung und den einheimischen Landbesitzern kontrolliert wird. Präsident Ishmael Toroama betonte in einem Statement, dass man das Mega-Projekt nun komplett ohne die ausländische Bougainville Copper hochziehen wolle.

Als wäre der Lizenzverlust nicht genug, fordert die Regierung nun, dass Bougainville Copper erst einmal alle Altlasten und Erbe-Probleme auf der Insel finanzieren und die betroffenen Menschen vor Ort für die historischen Umweltschäden der Mine entschädigen soll, bevor überhaupt über irgendetwas anderes gesprochen wird.

Wer zockt da noch?

Fundamental ist diese Nachricht für Bougainville Copper der absolute GAU. Ohne die Panguna-Lizenz besitzt das Unternehmen de facto keinen operativen Wert mehr. Offenbar nehmen einige Spekulanten aber das Risiko in Kauf und setzen auf eine Gegenbewegung.

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