Das Quartal lief gut. Wirklich gut, sogar. Boston Scientific meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 5,203 Milliarden Dollar, ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EPS von 0,80 Dollar traf die obere Kante der eigenen Guidance und übertraf den Analystenkonsens um einen Cent. Eigentlich eine Vorlage für einen freundlichen Handelstag.
Dann kam der Ausblick
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Boston Scientific nun ein organisches Umsatzwachstum von 6,5 bis 8,0 Prozent und ein bereinigtes EPS von 3,34 bis 3,41 Dollar. Der Konsens hatte 3,45 Dollar auf dem Zettel. Auch für das zweite Quartal liegt die EPS-Guidance mit 0,82 bis 0,84 Dollar unter den erwarteten 0,86 Dollar. Nachbörslich rutschte die Aktie zunächst um rund 2,7 Prozent ab, bevor sich einige Investoren die Zahlen nochmals durch den Kopf gehen ließen. Inzwischen notiert der Kurs vorbörslich nämlich bei einem freundlichen Plus von knapp 2 Prozent.
Cardiovascular zieht, Urology schleppt
Innerhalb des Unternehmens lief es alles andere als gleichmäßig. Das Cardiovascular-Segment wuchs organisch um 11,2 Prozent, MedSurg hingegen nur um 5,7 Prozent organisch. Besonders auffällig dabei: Neuromodulation legte mit 15,4 Prozent organischem Wachstum kräftig zu, während Urology mit 0,5 Prozent organisch kaum vom Fleck kam. Regional war Lateinamerika und Kanada mit 12,0 Prozent operational der stärkste Wachstumstreiber, EMEA hingegen brachte es operational nur auf 1,2 Prozent, weil der starke Dollar den berichteten Zuwachs von 10,1 Prozent fast vollständig aufgefressen hat.
Boston Scientific Corporation Aktie Chart
Klinische Pipeline als Argument
CEO Mike Mahoney betonte die Stärke der Produktpipeline. Tatsächlich hat Boston Scientific zuletzt einige klinische Erfolge vorzuweisen: Die CHAMPION-AF-Studie zum WATCHMAN FLX-Device zeigte eine überlegene Blutungsrisikoreduktion gegenüber oralen Antikoagulantien bei Vorhofflimmern, die Ergebnisse wurden gleichzeitig im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Dazu kamen positive Langzeitdaten für das FARAPULSE-System zur Ablation bei Vorhofflimmern über vier Jahre. Das sind keine Marginalien.
Ob die Pipeline den Bewertungsaufschlag rechtfertigt, den Boston Scientific traditionell mitschleppt, ist eine andere Frage. Der Markt hat seine Antwort vorbörslich gegeben: 2 Prozent rauf für ein Quartal, das auf den ersten Blick glänzte.
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