Booking Holdings, der weltgrößte Online-Reiseanbieter hinter Plattformen wie Booking.com, hat sein erstes Quartal 2026 mit soliden Zahlen abgeschlossen. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 5,53 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen um rund zehn Millionen Dollar. Beim Gewinn je Aktie erzielte das Unternehmen 1,14 Dollar und lag damit 0,12 Dollar über den Schätzungen.
Insgesamt buchten Kunden 338 Millionen Übernachtungen, ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch brachen die Aktien nach der Zahlenvorlage um rund fünf Prozent ein, denn der Blick nach vorne fiel deutlich weniger optimistisch aus.
Nahost-Konflikt kostet zwei Prozentpunkte Wachstum
Der bewaffnete Konflikt im Nahen Osten hinterließ bereits im ersten Quartal sichtbare Spuren. Das Management schätzt, dass sowohl das Übernachtungswachstum als auch die Bruttobestellungen jeweils um etwa zwei Prozentpunkte negativ beeinflusst wurden. Erhöhte Stornierungen und eine spürbare Zurückhaltung bei Neubuchungen prägten vor allem den März.
Für das zweite Quartal rechnet CFO Ewout Steenbergen mit einem Gegenwind von rund drei Prozentpunkten beim Übernachtungswachstum. Das Unternehmen geht in seiner Planung davon aus, dass der direkte und indirekte Einfluss des Konflikts bis Ende Juni anhält, gefolgt von einer Erholung im zweiten Halbjahr.
Booking Aktie Chart
Jahresprognose nach unten angepasst
Infolge dieser Annahmen hat Booking Holdings seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 zurückgenommen. Beim Umsatz wird nun ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet, nachdem zuvor niedrige zweistellige Zuwächse in Aussicht gestellt worden waren.
Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie fiel die Guidance etwas verhaltener aus. Gleichzeitig reagiert das Management mit gezielten Kostensenkungsmaßnahmen, darunter eine striktere Kontrolle der Ermessensausgaben und eine Anpassung der Einstellungspläne. Strategische Investitionen in Produkt, Kundenbindung und künstliche Intelligenz sollen davon jedoch unberührt bleiben.
Starke Kapitaldisziplin und KI als Wachstumstreiber
Trotz des unsicheren Umfelds zeigt sich das Unternehmen finanziell robust. Im ersten Quartal wurden Aktienrückkäufe im Rekordvolumen von 3,6 Milliarden Dollar abgeschlossen, und der freie Cashflow lag bei 3,1 Milliarden Dollar. CEO Glenn Fogel sieht in der Weiterentwicklung von KI-Funktionen einen klaren strategischen Vorteil. So verzeichnet die KI-Reiseassistentin Penny in frühen Tests bereits eine messbare Verbesserung bei Abschlussraten. Das US-Geschäft wuchs im niedrigen zweistelligen Bereich und beschleunigte sich damit im vierten Quartal in Folge. Ob die erhoffte Erholung im zweiten Halbjahr tatsächlich eintritt, bleibt jedoch abzuwarten.
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